„Eisenbahn spielen“ – neues Buch

Eine Neuerscheinung, die meines Erachtens längst überfällig war! Peter F. N. Hörz (Hg.) Eisenbahn Spielen! Populäre Aneignungen und Inszenierungen des Schienenverkehrs in großen und kleinen Maßstäben Göttinger Studien zur Kulturanthropologie/Europäischen Ethnologie (KAEE) Bd. 3. Göttingen 2016 Softcover, 17×24 cm, 232 Seiten, ISBN: 978-3-86395-214-3, EUR 24,00. Weitere Informationen und kostenloser Download des Buches als PDF finden Sie unter:http://univerlag.uni-goettingen.de/handle/3/isbn-978-3-86395-214-3

Zum Inhalt: (lt. Ingrid Helmold, Universität Göttingen, Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie)

Gemessen an Transportleistungen und Motorisierungsgrad ist Deutschland eigentlich ein Autoland. Dass Deutschland aber auch ein Eisenbahnland ist, zeigt die Leidenschaft, mit der Lokomotivführer-Streiks und Pünktlichkeitsquoten von Zügen öffentlich diskutiert werden. Und vielen liegt die Bahn auch im wahren Wortsinn am Herzen – als nostalgisches Transportmittel von Geschichte und Geschichten, als Spielzeug, Freizeitbeschäftigung und Interessengebiet.

Anhand ausgewählter Beispiele setzt sich »Eisenbahn Spielen« aus ethnografisch-kulturwissenschaftlicher Perspektive mit Aneignungen und Inszenierungen des Schienentransports in populären Kontexten auseinander. Gefragt wird nach dem kindlichen Eisenbahnspiel, nach der Präsentation der Eisenbahn im Museum, nach der Erinnerung an längst demontierte Gleise und nach männlicher Hegemonie im Eisenbahnverein. Vorgestellt werden ein interkulturelles Modellbahn-Bastelprojekt und ein Stück heile Männerwelt, das rund um eine Feldbahnanlage entstanden ist. Und es wird ganz grundsätzlich überlegt, in welchem Verhältnis die Eisenbahn zum schaffenden und spielenden Menschen steht und wie sich die populäre Begeisterung für Schienenverkehrsmittel erklären lässt.

Inhaltsverzeichnis:

Peter F. N. Hörz: Eisenbahn Spielen! Eine Einführung

Bernd Rieken: Eisenbahn und Modelleisenbahn: Homo faber trifft Homo ludens

Charlotte Kalla: Spur und Spiel: Die Eisenbahn als Spielzeug im 19. und 20. Jahrhundert

Elisabeth Müller: Aufgeschnitten, bewegt, in Szene gesetzt: Eisenbahnmodelle im Museum

Anne Schäfer: Die Kleinbahn im Kopf: Erinnerungen zwischen Göttingen und Duderstadt

Peter F. N. Hörz/Susanne Klenke: Sehnsuchtsorte: Eisenbahnlandschaften in kleinen Maßstäben

Margaux Jeanne Erdmann: Wenn die Modelleisenbahn zur Modell-Eisenbahn wird: Männlichke Idyllvorstellungen im Maßstab 1:1

Johanna Marie Elle: Interkulturelle Inzsenierungen auf der Pressspanplatte: Modelleisenbahnbastelei als Integrationsprojekt

Laura Stonies: „Unsere Frauen kümmern sich dann eher um das leibliche Wohl…“ Hegemoniale Männlichkeit im Eisenbahnverein

Manfred Seifert: Wellenreiter im Alternativformat: Zu Strukturen und Perspektiven der aktuellen Eisenbahnbegeisterung

 

 

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