Nischenkacheln, Waschmaschinen, Fahrräder im Museum Alsbach-Hähnlein

Das ´Museum in der Anstalt´ in Alsbach-Hähnlein zeigt neue Errungenschaften!

Archäologie:

Die Präsentation des Modells über den Weilerhügel, die Niederungsburg der ‚Herren von Bickenbach’, wird nun mit Exponaten, die einen Bezug zum ‚realen Leben’ von  damals haben, aufgewertet.  So zum Beispiel Keramiken aus dieser frühen Zeit wie Ofenkacheln, sogenannte Nischenkacheln und Alltagskeramik. Die Artefakte gehören zu den großen Mengen, die in Dieburg vor Jahren geborgen wurden und heute als „Dieburger Ware“ bekannt sind.

Technik im Haushalt:

Der Waschmaschinenbestand wurde um eine weitere Bottichwaschmaschine – emailliert – erweitert.  Unter dem Titel: „Von der Waschbütt’ aus Zinkblech bis zur Constructa von 1954“ werden Waschmaschinen gezeigt. Sie veranschaulichen wie rasant die technische Entwicklung in diesem  Bereich der Haushaltsgeräte vorangetrieben worden ist. Und das in einem Zeitraum von knapp 30 Jahren und trotz Stillstands während des 2. Weltkriegs.

Die Constructa weist bereits in Form und Technik auf unsere heutige Zeit hin. In einer Maschine konnte gewaschen und geschleudert werden. Die klassische Waschküche wurde überflüssig. Die Waschmaschine avancierte zum Möbel und stand in der Küche oder im Bad. Obwohl die modernen Maschinen noch vieles mehr leisten können, so war schon in dieser Zeit das technische Optimum und das gilt bis heute, erreicht. Für die Hausfrauen bedeutete das eine echte Erleichterung in ihrer täglichen Arbeit.

Arbeiterradsport und Kraftfahrerbund ‚Solidarität’ –  ARKB:

Das frisch restaurierte Frischauf-Saalrad glänzt als Attraktion in der Ausstellung. Räder und Radscheinwerfer aus der Zeit, Solidaritäts-Accessoires, erläuternde Texte und Fotos erklären die Zusammenhänge.

1924 gründete sich auch in Hähnlein ein Ortsverein der „Solidarität“. Im Ort war man stolz, diesem großen Bund angehören zu können. Der Sitz der Organisation war in Offenbach am Main Schon Ende der 1920er Jahre waren mehr als 250 000 Mitglieder hier organisiert. Die Fahrradfabrik „Frischauf“, genossenschaftlich selbst verwaltet, zählte dazu.

Das Sportgeschehen spielte sich wesentlich im Saal ab wie Kunstradfahren und Reigenfahren, Radball und Radpolo. Radrennen auf der Straße wurden als ‚typisch bürgerlich’ abgelehnt. 1933 verboten die Nazis den ARKB, konfiszierten die Sporträder, enteigneten die Fabrik und beschlagnahmten das Organisations- und Betriebsvermögen. Nach dem Krieg gründete man sich in Deutschland neu, konnte aber die frühere Bedeutung nicht wieder erreichen.

Museum Alsbach-Hähnlein. Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Öffnungszeiten: Am Internationalen Museumstag 21.5.2017 von 11 – 17 Uhr.  Ansonsten jeden 1. Sonntag im Monat 13.30 – 17 Uhr.

 

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