Weimar – Ehemalige Bahn zum KZ-Buchenwald

Bevor die Buchenwaldbahn gebaut wurde, gingen die im Bahnhof Weimar ankommenden Häftlinge zu Fuß durch die Stadt zum Konzentrationslager Buchenwald.

Gedenktafel neben Bahnsteigunterführung, 2016

Die im Frühjahr 1943 errichtete zehn Kilometer lange Anschlussbahnlinie zwischen Weimar-Schöndorf und Buchenwald  bauten KZ-Häftlinge innerhalb drei Monate unter widrigsten Bedingungen per Hand. Die Buchenwaldbahn diente zuerst der Versorgung des nahegelegenen Rüstungswerks (Gustloff Werk II).  Doch bald transportierte man 100.000e Häftlinge aus ganz Europa in teilweise offenen Güterwaggons zum KZ. Danach erfolgte vielfach der Weitertransport zur Zwangsarbeit in eines der Außenlager. Ferner deportierte man von hier auch kranke Häftlinge und Kinder zur Ermordung nach Auschwitz.  Nach Räumung der Lager im Osten durch die SS, kamen Massentransporte in Buchenwald an. Viele der Häftlinge überlebten bereits die Fahrt mit der Bahn nicht.

Die Initiativgruppe „Gedenkweg Buchenwaldbahn“ legte 2007 auf der ehemaligen Trasse einen von Bäumen und Sträuchern freigelegten 3,5km langen Gedenkweg an. Hier erlangt der Interessierte aktiv einen neuen Zugang zur Gedenkstätte.

zugewachsener Bahndamm der Buchenwaldbahn im nahegelegenen Wald der Jugendherberge „Am Ettersberg“. Die Trassenführung kann man noch gut erahnen.

nähere Informationen:

http://www.gedenksteine-buchenwaldbahn.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Weimar–Buchenwald

http://www.buchenwald.de/69/

 

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