Archiv des Autors: Kulturgeschichtsreisende

Über Kulturgeschichtsreisende

Ich bin Kulturwissenschaftlerin (Volkskundlerin) und lebe mit meiner Familie in Deutschland (Hessen). So weit ich denken kann interessieren mich Nischenthemen der Kulturgeschichte des 18.-21. Jahrhunderts. Themen, die scheinbar nebensächlich sind, die man schnell im Alltagsgetümmel übersieht und Themen, die irgendwie noch niemand so recht recherchiert und bearbeitet hat.

Historische Fahrzeugschau – „Alles was brummt“

Am Sonntag 14.4.2019 herrscht wieder Ausnahmezustand im Ortskern vom hessischen Hähnlein! Technikfreaks kommen voll auf ihre Kosten: Es knattert,  rummpelt und qualmt. Die Geräusche der historischen Traktoren, Fräsen, Motorräder, Autos und was so Liebhaber noch in der Garage oder Schuppen liebevoll pflegen, bestimmen den ‚Alles was brummt‘-Tag. Fachsimpeln, bestaunen und dieses besondere Flair genießen, was es nur alle zwei Jahre gibt.

Für leibliches Wohl ist auch gesorgt, z.B. im Marktplatz-Café bei hausgemachtem Kuchen.

MuseumAlsHäh Kaffeemaschine

Im benachbarten Museum in der Anstalt qualmt  und riecht es würzig nach Kaffee. Die Sonderausstellung „Kaffeemaschinen – Von der Bohne bis zur Kapsel“ zeigt historische und neuere Kaffeemaschinen internationaler Hersteller mit vielfältigen Design- und Zubereitungsarten und  natürlich gibt es auch frisch gebrühten Kaffee aus einer Espressomaschine von 1962 zu probieren.

Weitere historische technische Gerätschaften im Museum: Motorrad, Fahrräder, Waschmaschinen, Herde, Friseurstube, Nähmaschinen, Fotoapparate und Filmkameras. 

Öffnungszeit für beide Veranstaltungen: 11-17 Uhr

Fotograf: Museum Alsbach-Hähnlein

Anreise am besten zu Fuss, Rad oder Bus (BE 2-Haltestelle Waage), Bahnhof Hähnlein-Alsbach! Per Auto nur Parkmöglichkeiten in den entfernten Seitenstraßen.

http://www.alles-was-brummt.com    &    http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Historische Kaffeemaschinen – Ausstellung

Historische Kaffeemaschinen

Die neue Sonderausstellung „Von der Bohne bis zur Kapsel“ des Museums Alsbach-Hähnlein ist vom 29.3.- 06.10.2019 zu sehen. Historische Kaffeemaschinen namhafter internationaler Hersteller zeigen die Design- und Zubereitungsvielfalt von Espressomaschinen, Percolatoren, Karlsbader Kannen und vielen mehr.

Plakat Sonderausstellung Museum Alsbach-Hähnlein

Die bekannte Sammlerin Heidi Goldschmidt aus Hähnlein hat ihre komplette Sammlung dem Museumsverein übergeben.

Untermalt wird die Schau mit anschaulichen Informationen zur Geschichte des Kaffees, dessen Zubereitungsarten bis hin zum Ersatzkaffee. Während der Öffnungszeiten werden auch kleinere Kostproben ausgeschenkt. Als Begleitprogramm sind Fachvorträge und Kaffeeverköstigungen vorgesehen.

Kaffeemaschinenhersteller u.a.: WMF, Rosenthal, AEG, H. Eicke Berlin, Campi Cafetiere, Fischer Caffeta, Moccador, Dynamo Therm, Krups, Landers Frary & Clark

Modelle u.a.: Potsdamer Boiler, Karlsbader Kanne, Kaffeeurnen, Espressomaschinen (Dampfdruck oder elektrische Pumpe), Bagdad-Boiler

Die Ausstellung ist im Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36 in Hähnlein (Hessen) zu sehen. Öffnungszeiten bis zum 16.6.2019 jeden Sonntag 13.30-17 Uhr,  geschlossen Oster- und Pfingstsonntag. Jedoch Oster- und Pfingstmontag von jeweils 13.30-17 Uhr geöffnet.

Ab dem 07.7. bis zum 06.10. jeweils am ersten Sonntag des Monats von 13.30-17 Uhr geöffnet. Generell auch nach Vereinbarung geöffnet.

http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

 

Umweltskandal in den Karpaten – ehemalige Kupfermine

Zu der ehemaligen Kupfermine Tarnita in den rumänischen Karpaten (zwischen Ostra  (Bezirk Suceava) und Holda) gibt es seit 2016 und 2018 neue wissenschaftliche Arbeiten, die von skandalösen Zuständen für Umwelt und Menschen sprechen. Die Dämme der 4 „Tailing-Ponds“ (Abraumhalden), die zusammen rund 80ha fassen, sind mit ca. 12 Mio.Kubikmeter Schwermetall (u.a. Kupfer, Zink, Blei, Eisen und Barium), deren Konzentrationen über der Norm liegen, instabil. Das Gelände der „Tailing Ponds“ ist nicht regenerierbar und und ist/wäre eine künstliche Wüste.

Die Bewohner der unterhalb der ehemaligen Kupfermine liegenden Gemeinde „Ostra“ wohnen teils nur 500m von den Abraumhalden entfernt und werden nur unzureichend über gesundheitliche Gefahren informiert.

2016 – „Influence of heavy metal on the environmental from Tarnita Mining Area“ : https://content.sciendo.com/downloadpdf/journals/achi/24/1/article-p1.pdf

2018 –  „The Interference of abandoned mining sites with the surrounding human communities“: bitte auf download pdf klicken: https://www.researchgate.net/figure/Acid-drainage-Tailing-pond-Poarta-Veche_fig1_329015857

Selbst auf Google Maps kann man die Größe der Schäden erahnen. (Satellitenfoto!)    und ggf. google Street View:

https://www.google.de/maps/place/Tarnița,+Ostra,+Rumänien/@47.3574306,25.7040595,15z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47359f24a7b790df:0xb686ad7b06b953ad!8m2!3d47.3565273!4d25.7142252

47.357957, 25.714593

Ob dieser Tailing pond mit roter Farbe = Eisen? oder Kupfer? zu Tarnita dazu gehört-weiß ich nicht. :

47.33062, 25.69977

Vergleiche für nähere Informationen auch meinen älteren Artikel „Ehemalige Kupfermine in den Karpaten“: 

 

Die Geschichte der Hausnummer in europäischen Städten

Die Geschichte der Hausnummer in europäischen Städten„, so lautet der Vortragstitel der ersten „Anstaltsgespräche“ zu die der Museumsverein Alsbach-Hähnlein am 29.8.2018 um 19.30 Uhr Herrn Priv.-Doz. Mag. Dr. Anton Tantner (Historiker der Universität Wien) einlädt.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und im Anschluss kann das Museum mit der Sonderausstellung „Vum Gässje, iwwer die Gass´-uf die Stroaß. Was Straßennamen erzählen …“ besucht werden.

Veranstaltungsort:  Alte Schule in Hähnlein , Gernsheimer Str. 31, 64665 Alsbach-Hähnlein

http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Straßennamen und ihre Bedeutung

Tagtäglich fahren oder laufen wir an Straßennamenschildern vorbei. Manche Bedeutung der Namen kennen wir, manche erahnen wir und bei manchen wissen wir nichts darüber. Damit sich diese Unwissenheit ändert hat das Museum Alsbach-Hähnlein eine neue Sonderausstellung „Vum Gässje, iwwer die Gass´-uf die Stroaß. Was Straßennamen erzählen…“ konzipiert, die bis zum 02.12.2018 zu sehen ist. Keine Angst, die Texte sind in Hochdeutsch verfasst. 😉

Begonnen wird mit einer allgemeinen Einführung in das Thema „Straßennamen„. Ein Abriss der historischen Entwicklung von Straßennamen (von den Römern über´s 18. Jahrhundert zur NS-Zeit mit anschließender Entnazifizierung hin zur Gegenwart) legt die Basis. Dann folgen praktische Überlegungen: Wer ist zuständig für die Vergabe von Straßennamen? Unter welchen Gesichtspunkten erfolgt die Benennung? Warum und wann gab/gibt es Umbenennungen? Aspekte wie korrekte Schreibweisen (Rechtschreibung) von Straßennamen werden ebenso behandelt als auch die Schilder selbst. Zum Schluss – was wäre eine Straße ohne Hausnummern?

Der allgemeine Teil wird immer wieder mit örtlichen Beispielen der  hessischen Gemeinde Alsbach-Hähnlein unterlegt.

In der weiteren Ausstellung sind markante Straßennamen der Gemeinde näher dargestellt und erklärt. Es handelt sich hierbei um lokal/regional wichtige Persönlichkeiten aus Politik, Herrschaftshäuser, Architekten, Pfarrer, Künstler, Widerstandskämpfer, …und um Flur- und Gewannnamen.

Die Straßennamen geben interessante Rückschlüsse auf die jeweiligen Gemeindeteile. So hat das (ehemalige) Arbeiterdorf Hähnlein viele Politiker (sozialistisch oder kommunistisch geprägt) und Widerstandskämpfer im Repertoire.  Hingegen setzt das Dorf Alsbach mit seinen vielen bürgerlichen Villen um die Wende 19./20. Jahrhundert vermehrt auf Künstler und Historie. Die kommunale Gebietsreform 1977 beschert den ehemaligen selbstständigen Gemeinden Alsbach und Hähnlein einige Umbenennungen.

Auf großen Ortsplänen kann sich der Besucher gut orientieren, wenn er die Straßen von  u.a. Ernst Pasqué (Dichter, Opernregisseur), Johanna Tesch (Politikerin), Martin Biebesheimer (Schulrektor), Scriba (Theologe), Carlo Mierendorff (Politiker, Schriftsteller), Karl Marx (Philosoph, Ökonom), Christoph Hufeland (Mediziner), Georg Fröba (Politiker, Widerstandskämpfer) oder Quelllache, Sauweide, Gehren, Schelmböhl, …. finden möchte.

Zwei besondere Highlights:

Die herausragende Sopranistin des 20. Jahrhunderts Elisabeth Grümmer, die von Herbert von Karajan entdeckt wurde, lebte etliche Jahre in Alsbach. Von einer Schallplatte (mit original Autogramm) ertönen ihre Lieder und Gesänge.

Ebenso lebte ein paar Jahre der bedeutende jüdische Bildhauer und Fußballpionier Benno Elkan in Alsbach. Das Museum widmet sich dem Fußballpionier, in dem es auf den FC Bayern München, Tottenham Hotspur und auf Arsenal verweist. Elkan war Mitbegründer des FC Bayern München und schuf einen „Kampfhahn/Fighting Cock“, das Logo der Tottenham Hotspurs. Fotos aus dem FC Bayern München Archiv zeigen Benno Elkan zusammen mit der 1. Fußballmannschaft und die Gründungsurkunde.

Öffnungszeiten21.10., 04.11. und letztmalig am 02.12.2018  jeweils von 13.30-17 Uhr oder nachVereinbarung.

Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

 

Gestrandet in Bienenbüttel

Nothalt mit dem ICE nach Hamburg in Neu-Steddorf, Stadtteil von Bienenbüttel (südlich von Lüneburg).

Neu-Steddorf hat sich hauptsächlich nach 1945 vergrößert. Zuvor wurden die ersten Häuser um 1900 von Handwerkern errichtet.

Bienenbüttel hat nichts mit Bienen zu tun. Zur Zeit der Billunger stand hier eine Burg. Aus deren Namen wurde im Laufe der Zeit der heutige Ortsname.

Kein Foto möglich, da Lärmschutzwände.

Www.bienenbuettel.de

Drachen auf mittelalterlichen Ofenkacheln in Hessen

Drachen sind Fabeltiere, die in den Mythen, Märchen und Legenden verschiedener Kulturen bekannt sind. Drachenmotive sind vielfältig und zieren u.a. Gemälde, Wasserspeier von gotischen Kathedralen oder Ofenkacheln. Die unterschiedlich gestalteten Kacheln der mittelalterlichen Kachelöfen erzählten ihren Betrachtern Geschichten, die heute teils schwer zu deuten sind.

Ausstellungsvitrine im Museum Alsbach-Hähnlein mit Grabungsfunden, Nischenkacheln

Das Museum Alsbach-Hähnlein zeigt gelblich-grünlich glasierte  Nischenkacheln, Typ Tannenberg, mit Drachenmotiven aus dem 13.-14. Jahrhundert. Sie entstammen der Grabung am Fuchsberg in Dieburg. Ähnliche Streufunde wurden am Weilerhügel, der ehemaligen Niederungsburg der Herren von Bickenbach gemacht.
Infos zum Weilerhügel:

http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/alsbach-haehnlein/turmhuegelburg-war-in-mode_16797809.htm“>Turmhügelburg war in Mode (Echo Online, 11.04.2016)</a>

Modell und Ausgrabungsfunde sind ebenfalls im Museum zu sehen.  

Das Museum ist außerplanmäßig am 08. April von 13.30-17 Uhr in der Gernsheimer Straße 36 geöffnet.
Reguläre Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr

Ufo-Sichtungen in Deutschland

Unbemannte Flugobjekte (Ufos) üben eine Faszination auf viele Menschen aus. Sind schon einmal Außerirdische in Deutschland gelandet? Man weiß es nicht so genau 😉

Nach der „Ufo-Sichtungsdatenbank“ http://www.ufo-db.com – zu urteilen, beobachten Viele seltsame Himmelserscheinungen, auf die sich keinen Reim machen können. Fleißig werden Standorte, Zeiten und Beschreibungen der Objekte gemeldet. Diese wiederum werden von den Betreibern (3 Ufo-Forschungsvereine)  ehrenamtlich ausgewertet. Es gibt zahlreiche natürliche Erklärungen: Wetterballons, Satelliten, Insekten vor der Kameralinse, Raumstation ISS, Meteore. Doch auch Ungeklärtes….

Die Betreiber der Datenbank bitten von Scherzmeldungen abzusehen.

Gab es schon Sichtungen in Deinem Wohnort? http://www.ufo-db.com/WfrmSuche.aspx?uid_Menu=88ca17a5-72b6-472a-95fb-7b9a2898eb21  Postleitzahl eingeben und los!

 

 

Hexenring bei Alsbach-Hähnlein

Hexenring bei Hähnlein, Richtung Rodau/Damm fotografiert, 01/2018

Im Volksglauben vermutete man von den im Kreis wachsenden Pilzen Versammlungsorte von Hexen oder Feen, deren Kreise magisch waren und nicht betreten werden durfte. Schlussendlich sind es jedoch runde Pilze. Deren unterirdische Pilzgeflechte (Myzel) von einem zentralen Punkt ausgehend nach außen wachsen. An den Enden wachsen die Fruchtkörper die Pilze, aus dem Boden. Im Innern des Kreises stirbt das Pilzgeflecht  ab, sobald die im Boden sich befindende verwertbare Substanz zersetzt ist. Zumeist sieht man am äußeren Rand des Pilzgeflechtes gut entwickeltes grünes Gras. Das kommt daher, dass die Pilze Ammoniak ausscheiden, der wiederum im Boden zu Salpeter umgewandelt werden und nun als Dünger dienen. Bis zu 60 bekannte Pilzarten, wie u.a. Nelkenschwindling oder Safranschirmling bilden solche Feenringe. Der bisher größte Hexenring wurde 1953 in Frankreich, Belfort mit einem Durchmesser von 600m gefunden. Vermutetes Alter ca. 700 Jahre.

Hexenringe kommen vielfach auf nährstoffarmen und sandigen Böden vor. So auch auf einer Wiese beim hessischen Alsbach-Hähnlein, zwischen dem Ortsteil Hähnlein und Zwingernberg, Ortsteil Rodau an der L3261. Am besten kann man in Hähnlein in der Straße „Im Rodacker“ parken und längs der L3261 auf einem Fußgänge-/Radweg in Richtung Rodau laufen. Bei der Brücke über dem Winkelbach: Straßenseite wechseln und auf der rechten Dammseite (Richtung Langwaden) gehen bis zur Wiese nahe dieser Baumgruppe. (Dauer ca. 1 Std).

Baumgruppe rechtsseitig vom Winkelbach, Richtung Langwaden

 

Hexenring bei Hähnlein 01/2018

 

 

 

 

Bitte beachten!

Bitte sorgsam mit der Wiese und dem Hexenring umgehen!!!!   

Nicht für Kinderwagen geeignet und festes Schuhwerk ist erforderlich. Parkmöglichkeiten in Hähnlein oder Rodau. 

 

Tier- und Politik-Karikaturenausstellung Greser und Lenz

Nur noch bis zum 07. Januar 2018 ist die Ausstellung der Preisträger des Deutschen Karikaturpreises „Geflügelter Bleistift in GoldGreser & Lenz im Museum Alsbach-Hähnlein zu sehen!  Neben spitzfindigen politischen Kariakturen finden sich auch selten ausgestellte Tierkarikaturen! Siehe das Bild mit den 2 Spinnen.

Die Herren Greser & Lenz zeichneten für Titanic, Stern und Focus. Seit ein paar Jahren ausschließlich für die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Bei der Eröffnung im Oktober war Herr Greser persönlich anwesend und signierte Bücher. Ein paar sind noch zu erwerben – ein ideales Weihnachtsgeschenk! Die neuste und hoch aktuelle FAZ-Chronik von Greser & Lenz  ist ebenso im Museumsshop zu erwerben. 

Öffnungszeiten: Freitags 16.30-19 Uhr und jeweils Samstags/Sonntags 13.30-17 Uhr in der Gernsheimer Str. 36 in 64665 Alsbach-Hähnlein (Hessen) oder nach Vereinbarung. 

24.12. & 31.12. geschlossen, Eintritt 5,-€ ab 16 Jahren.

Greser & Lenz Karikaturen im Museum Alsbach-Hähnlein 2017

Plakatfotos der Dauerausstellung des Museums Alsbach-Hähnlein 2017

http://www.museum-alsbach-haehnlein.de     

Ausstellungsplakat