Archiv der Kategorie: Allgemein

Seeheim-Naturdenkmal & Gedenkstätte, Sanddüne, Hirsche

Ein Fahrradausflug , um das hessische Seeheim-Jugenheim herum führte mich zu einem Naturdenkmal (Sanddüne) und zu einer Art Gedenkstätte für zwei verendete Hirsche.

In der Nähe der Straßenkreuzung (B 3/ L 3303 – nördlich in Richtung Darmstadt, westlich vom Schuldorf und südlich vom Pferdestall) befindet sich das Naturdenkmal der Seeheimer Düne.

Das Hinweisschild ist leider nicht mehr so intakt und man findet es nur durch Zufall. Man muss zu diesem Zweck vom vielbesuchten Feldweg (westlich vom Seeheimer Teich) in einen eher unscheinbaren Weg in Richtung Straße (B3)  abbiegen.

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Die Seeheimer Düne ist als Natura 2000-Gebiet geschützt. Das kleine Dünenfragment weist artenreiche Bestände von Haar-Pfriemgras, Silberscharte und Zwerg-Sonnenröschen aus. Eine angepasste Beweidung durch Esel und Schafe soll die Fläche dauerhaft erhalten. Ich habe dort noch nie diese Tiere gesehen….

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg entstanden diese Sandgebiete vor ca. 10.000 Jahren- Der Rhein lagerte hier Material aus den Alpen ab und ließ Binnendünenbiotope entstehen. Die Reste davon sind mit ihrer Artenvielfalt von überregionaler Bedeutung!

Weiter geht´s – den Feldweg  folgend in Richtung Straße. Vorsicht beim Überqueren der Straße! Am besten nutzt man die linksliegende Ampel. Dort Straße in Richtung Autobahn (A5) / Richtung Pfungstadt kurz entlang fahren. Bei der 1. Möglichkeit nach rechts unten abbiegen. Diesem Feldweg unterhalb der Straße nach Pfungstadt folgen und den 2. Weg (Waldweg) rechts abbiegen. Leichte Steigung und dann an der „T-Kreuzung“ nach links. Nach ein paar Metern kommt man zu einer Art Gedenkstätte, die schon ziemlich ramponiert aussieht!

dscf9138An dieser Stelle verkeilten sich zwei Hirsche mit ihrem Geweih ineinander und starben dort. Der Text zu diesem Ereignis  am 21. August 1756 steht im unteren vergitterten Teil und ist in Reimform verfasst. Oben drüber (ebenfalls vergittert) befand sich ein Gemälde, dass jedoch im Laufe der Zeit nahezu gänzlich verblichen ist.

Heute gibt es  noch eine Bank zum Ausruhen.

Wann die Anlage entstanden ist und wer sie initiiert hat, wäre spannend zu wissen!

Der Sterbeort der Hirsche heißt „Tabaksacker“ und die Umgebung „In der Eisengrube“ . Von beiden früheren Wirtschaftsformen ist heute nichts mehr zu sehen. Heute ist da nur Kiefern- und Laubwald.

Die Tour ist für Kinder geeignet.

100 Jahre Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) & Kulturmanager in der Bukowina

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Lang ist´s her – meine Zeit mit dem ifa als Kulturassistentin, heute nennt man die gleiche Stellenbeschreibung „Kulturmanager“, eine sprachliche Aufwertung. Ich war in Rumänien, genauer gesagt im Nordosten des Landes, im Bezirk Suceava. Die Region umfasst den Südteil der historischen Region: Bukowina/Buchenland. Die Bukowina war das östlichste Kronland der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und bestand  1774-1918 mit den Amtssprachen Deutsch und Rumänisch. Danach wurde der Südteil Rumänisch und der Nordteil Ukrainisch (Czernowitz).Die Region war und ist eine multikultiges Sammelsurium an Ethnien und Religionen.

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Itzkany, Gebäude aus der k.und k. Zeit

Der Bezirk Suceava ist ziemlich  groß- reicht von den Karpaten bis zum „Flachland“ der Flüsse  Suceava und Siret. Letzterer mündet rund 400 km später ins Schwarze Meer.

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Blick von Luisenthal gen Pozoritta

Die Deutsche Minderheit in Rumänien hat sich in Regionalforen und Unterforen organisiert, um ihre Kultur zu bewahren, Sprachkurse anzubieten und vielem mehr. Mein damaliges Aufgabengebiet umfasste die unterschiedlichsten Facetten von  Kulturarbeit vom Kindergartenkind bis zum Senior beim Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien – Regionalforum Buchenland. Die Untergruppen (Deutsche Foren) des Regionalforums  bestehen in folgenden Orten (dt./rum. Name): Suczawa/Suceava, Radautz/Radauti, Sereth/Siret, Gura Humora/Gura Humorului, Kimpolung/ Campulung Moldovenesc, Watra Moldwitza/Vatra Moldovita und Dorna Watra/Vatra Dornei. Nähere Infos:  http://www.fdgr.ro/de/

Es war eine ganz schöne Autofahrerei von Suczawa/Suceava bis zum Deutschen Forum in Dorna Watra/Vatra Dornei (ca. 100km Landstraße =2 Stunden einfach), aber landschaftlich wunderschön!

Ich finde es immer angenehm zu wissen, wenn ich in Rumänien unterwegs bin, dass es diese Foren im Lande verstreut gibt und, dass man dort im wirklichen Notfall Hilfe und Rat oder ein nettes Schwätzchen in meiner Sprache (er-)halten kann. Hilfe und Rat, nur in Notfällen, man sollte die Gastfreundschaft nicht ausnutzen!

Belgische Bierkultur ist immaterielles UNESCO-Welterbe — freizeitundco

UNESCO würdigt Tradition und Vielfalt der Bierkultur Das belgische Bier gehört ab sofort zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat der zuständige Ausschuss der UNESCO nach seiner Sitzung am Mittwoch, 30.

über Belgische Bierkultur ist immaterielles UNESCO-Welterbe — freizeitundco

Ich bin zwar  kein Biertrinker, aber ich verbinde Belgien eher mit Schokolade. Kennt jemand belgische Biersorten?

 

Alsbach – Inschriften evang. Kirche

Die evangelische Kirche in Alsbach an der  Bergstraße hat einige interessante Inschriften im Außen- und Innenbereich.

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ev. Kirche Alsbach, Türbogeninschrift (außen), 2015

 

Am äußeren Türbogen der ersten Tür links auf der Nordseite (nicht der Haupteingang) sehen wir eine leider schon arg verwitterte  Inschrift, halbwegs zu entziffern ist: „AN(N)O 1571 30 AVG(VSTI) IO(HANNES) MEVRER KE….“

Der Keller  für das Amt Bickenbach (Johannes Meurer)  ist 1571-1595 auf dem Alsbacher Schloss nachweisbar. Es müssen der Inschrift nach 1571 Umbauten an der Kirche vollzogen worden sein und er als Keller hatte die Bauaufsicht inne. Weitere Baumaßnahmen erfolgten 1604.

nähere Infos: http://www.inschriften.net

 

Beerfurth – uriger Lebkuchenbäcker im Odenwald

Advents- und Weihnachtszeit ohne Lebkuchen ist unvorstellbar! Daher mein Tipp: Fahrt einmal in den Odenwald in das Dorf Beerfurth (bei Reichelsheim). Dort wird seit 1785 in einer urigen Backstube Lebkuchen, Magenbrot, Anisgebäck, Makronen, Spritzgebäck und  Pfeffernüsse gebacken und verkauft!

Pfeffer?! Ja, der Lebkuchen wird regional bedingt auch Pfefferkuchen genannt. So, um Brauschweig, in der Lausitz, Halle oder um Danzig herum. Seine Bestandteile sind seit rund dem 14. Jahrhundert u.a. Honig, Mehl, verschiedene Gewürze  (Synonym für Pfeffer) : wie Kardamon, Nelken, Anis, Zimt. Als Triebmittel wird Pottasche oder Hirschhornsalz verwendet.

Ein Erlebniseinkauf für jung und alt! Nur ein bisschen eng….

nähere Infos: http://www.lebkuchen-baumann.de

 

Edersee – Niedrigwasser seltene Mauerreste sichtbar

Der Ederstausee hat momentan starkes Niedrigwasser, so dass man auch das Modell der Sperrmauer sehen kann!

Hier ein Foto von Heinrich Kowalski (bitte anklicken):

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FHessenschau%2Fphotos%2Fa.637552699629691.1073741828.594399277278367%2F1295787183806236%2F%3Ftype%3D3&width=500

Der Ederstaussee liegt in Nordhessen benachbart zum Nationalpark Kellerwald-Edersee (UNESCO Weltnaturerbe) und ist heute eine beliebte Ferienregion. Er ist der flächenmäßig 2.größte Stausee Deutschlands und der volumenmäßig der Drittgrößte.

1908-1914 errichtete man die Sperrmauer, um den Mittellandkanal und die Weserschifffahrt auch im Sommer mit ausreichend Wasser zu versorgen. Stromerzeugung und Hochwasserschutz wurden damit auch generiert.  700 Menschen mussten umgesiedelt werden und die Dörfer Asel, Berich, Bringhausesn und das Gut Vornhagen wurden teils abgebaut bzw. die Reste geflutet. Die Mauerreste der Klosterkirche in Berich sind bei Niedrigwasser zu besichtigen, die Weserbrücke bei Asel und die mit Beton übergossenen Friedhöfe.

1943 bombardierten britische Flugzeuge die Mauer. Durch das daraus resultierende Loch und die austretenden Wassermassen kam es zu einer Überschwemmungskatastrophe. Im gleichen Jahr wurde durch Zwangsarbeiter der „Organisation Todt“ alles wieder repariert.

Weitere Infos zu:  Bau der Sperrmauer, Bombardierung, Wiederaufbau und Instandsetzung       http://www.edersee.com/geschichte.html    und     https://de.wikipedia.org/wiki/Edersee

Ein Ausflug dorthin ist auch für Kinder interessant!

 

Alsbach-Darmstadt -Straßenbahn Impressionen

Einmal die hessische Bergstraße aus einer anderen Perspektive – als Mitfahrer einer Straßenbahn. Die Linien 8 und 6 verkehren auf der Strecke Alsbach – Darmstadt/Arheiligen.

Ich fand dieses Video auf youtube. Der jungeStraßenbahnfreak“ (mit der roten Straßenbahn) befährt die Darmstädter Linien.

Bei weiterem Interesse:  https://www.youtube.com/channel/UCT4UVJchpRZWC-oFPAfwphw