Archiv der Kategorie: Allgemein

Montigné (F) – Castel du Berger und Kalvarienberg

DSCF8662

Kalvarienberg in Montigné (Vendee, Frankreich)

 Frankreich, im „Vendee„, nahe der Atlantikküste pausierten befindet sich ein Rastplatz zwischen Kalvarienberg und Castel du Verger abseits der Straße (D 948) im Ort Montigné (Saint-Christophe-du -Ligneron (südöstlich von Challans)).

DSCF8661

Infotafel Kalvarienberg, Montigné, Frankreich

Der Kalvarienberg  (Bildhauer: M. Herniot de Lannion) wurde 1861 auf einer Ausstellung in Nantes präsentiert. Auf Betreiben Madame de Mauclerc Dame du Verger zog er um und wurde am 07. Oktober 1862  feierlich an seinem jetzigen Standort eröffnet.

Das Baudenkmal steht am oberen Ende einer großer Wiese, flankiert von hohen schattenspendenden Bäumen. Der Rastplatz hat Sitzbänke & Toilettenhäuschen (ohne Licht). Die Wiese bietet sich zum Frisbeespielen an.

Gegenüber sieht man ein kleines Schlösschen – Castel du Verger, dass sogar Gästezimmer vermietet und im Park Elefanten aus Fuchsbaum hat. Das Castel ist um 1500 von Francois die Pommeraie erbaut worden. Im 17. Jahrhundert erweitert und heute nun ein zum Verkauf stehendes Anwesen.

DSCF8656

Castel du Verger, Montigné, Frankreich

Gästezimmerinfo: http://www.castelduverger.com

 

Ober-Beerbach -„Rosenregen“ in der gotischen Kirche

Die Ober-Beerbacher evangelische Kirche (zu Seeheim-Jugenheim gehörend) ist eine Fränkische Chorturmkirche. Das Fundament des Turmes geht auf eine Zeit vor dem 12. Jahrhundert zurück. Das Besondere an dieser Kirche ist jedoch: eine fast vollständige gotische Ausmalung des Chorraumes.

In dieser Zeit oblag das Patronat den Herren von Frankenstein. Zu dieser Zeit wird aus dem romanischen Wehrturm ein gotischer Chorraum, der mit einer Sakristei, großen Fenstern und einem Freskenzyklus versehen wird. Durch das mit dreifachem Maßwerk versehene Ostfenster trifft der Lichtstrahl am Ostermorgen genau auf den Altar. Im Chor „regnet es rote Rosen“ wie bei einer Hochzeit. Die Gemeinde ist die Braut und Jesus der Bräutigam.

Die Orgel stammt aus dem Jahre 1696 hat einen barocken Prospekt mit Engeln. In den 1920er Jahren entdeckte man die schönen Wandmalereien und der Darmstädter Kirchenmaler Otto Kienzle restaurierte sie.

Nähere Infos: http://www.kirche-ober-beerbach.org

 

Link

Anlässlich einer neuen Sonderbriefmarke entstand eine Kuriosität: Das hessische Alsbacher Schloss, (Ruine an der Bergstraße), wurde mit dem in Nordrhein-Westfalen liegenden Alsbacher Schloss (Wasserburg) verwechselt! Die beiden Orte sind rund 200km voneinander entfernt. Die Auflage der Briefmarken beträgt 5000 Stück und sind wahrscheinlich schnell weg, denn die ersten „Hamsterkäufe“ im hessischen Alsbach haben bereits begonnen 😉

http://hessenschau.de/panorama/hessisches-schloss-aus-versehen-auf-sonderbriefmarke,verwechslung-briefmarke-schloss-alsbach-100.html

 

Weimar – ehemaliges Kinderkurheim

DSCF8276

Das Gebäude der heutigen Jugendherberge „Auf dem Ettersberg“ in Weimar besitzt eine wechselvolle Geschichte. Um 1920 wurde es als Kurheim für an Tuberkulose erkrankte Kinder erbaut. Es besaß zwei Schlafsäle im Erdgeschoss -für Jungs und Mädchen getrennt. Der Speisesaal ist noch original erhalten. In der NS-Zeit sollen SS-Angehörige dort gewohnt haben. Zu DDR-Zeiten ist wieder ein Kinderwaldheim (Kur) entstanden, dann stand es leer und seit ein paar Jahren Jugendherberge.

Der alte Charme ist erhalten geblieben, keine „typischen Jugendherbergsfarben“ (Buche, blau-, lachsfarben), eher mutet es an eine größere Holzhütte (in hellbeige und dunkelbraun) an. Im Obergeschoss ein Erker, im Erdgeschoss  eine langgezogene Terrasse, Speiseaufzug und Essensausgabefenster und der schöne Speisesaal. Die Möblierung in zwei 2 Aufenthaltsräumen (Erker und Diele davor) sind schon ziemlich in die Jahre gekommen und wirkt ein bisschen lieblos. Die Zimmer haben alle Dusche und WC, alles bisschen eng, aber funktionell. Wir hatten das Glück, dass nur sehr wenige Gäste da waren, so war es herrlich ruhig, aber wenn die Bude voll ist, dann … wird es ziemlich hellhörig.

DSCF8236

Wir hatten Halbpension und waren sehr zufrieden, insbesondere mit dem warmen Abendessen. Nur die Brötchen schienen Aufbackbrötchen gewesen zu sein, die waren nicht sooo lecker.

Ein klassisches Bistro gibt es nicht, man bestellt am Rezeptionstresen seine Getränke und Eis. Der Getränkeautomat hat nur 0,5l-Flaschen. Tip: zuvor in der Stadt sich mit 1l Flaschen eindecken.

Im Außenbereich sind noch Bungalows aneinandergereiht, 2-10 Personen, plus Veranstaltungsraum.  Vor den „Reihenbungalows“ gibt es ein schon sehr in die Jahre gekommenes Schwimmbad (ca. 8x5m ich kann so schlecht schätzen), wie tief es ist, weiß ich nicht, da es jetzt im April eine Überdachung hatte. Es ist jedoch im Sommer freigegeben! Außerdem gibt es noch einen kleinen Spielplatz und ein großes zentrales Beachvolleyballfeld, Basketball und Bolzplatz. Ein ziemlich vermodertes „Indianerzelt“ als Grillplatz rundet das Außengelände ab.

Die Herberge liegt mitten im Wald, nahe der „Prinzenschneise“ und der ehemaligen Buchenwaldbahn (nicht mehr existent). Es war wunderschön, morgens von dem lauten fröhlichen Vogelgezwitscher geweckt zu werden! Vom Weimarer Hauptbahnhof gelang man alle 30min mit den Bussen der Linie 6  Richtung Buchenwald/Ettersberger Siedlung, Haltestelle Obelisk bzw. Buchenwaldstraße zur Herberge. Davon sind es, leider an einer vielbefahrenen Straße OHNE Bürgersteig, durch den Wald leicht bergab noch ca. 500m (keine Beleuchtung).

Es war eine schöne Zeit dort in der Herberge, auch wenn ich im Speisesaal öfters daran dachte, wer wohl in der NS-Zeit dort gesessen haben mag. Ob man die Bauarbeiten der nah gelegenen Bahnstrecke gehört hat? Von der Bahnstrecke berichte ich in einem anderen blog.

 

 

Rumbach – Stolllen (2. WK), roman. Kirche & Schmalspurbahn

Im Dahner Felsenland (Rheinland-Pfalz) bzw. im Wasgau befindet sich eine der ältesten Kirchen in der Pfalz – die Christuskirche (frühere St. Gangolfkirche). Im beschaulichen Dorf Rumbach das heute rund 500 Einwohner hat, war nach dem 30jährigen Krieg nahezu menschenleer. Eingewanderte Schweizer hielten Rumbach am Leben. 1793 gehörte der Ort zu Frankreich, um dann 1816-1946 bayerisch zu werden. Im Jahre 2010 gewann es beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Silber. Hier kann man sich an einigem erfreuen und die Ruhe genießen.

Doch zurück zur Kirche, die sich in der Ortsstraße befindet und mit Fresken aus dem 11.-13. Jahrhundert aufzuwarten hat. Man steigt über Treppen h

Rumbach, beginnende Pionierstraße

inauf zur Kirche, die täglich geöffnet ist. An der Kirchenaußenwand sind ältere Sandsteingrabmäler aufgestellt.  Beim Betreten der Kirche durch das gotische Westportal fällt auf, dass es nur eine Empore (Männerempore, erbaut 1720) gibt und die befindet sich längs der linken Seite. Dieses Portal war rund 250 Jahre verschüttet (Erdrutsch) und wurde erst wieder 1957 bei der Renovierung entdeckt! Unter dem heutigen Chor  erbaute man um 1000 eine Rundapsis mit Steinaltar. Bis ins 16. Jahrhundert galt der Ort als bedeutender Wallfahrtsort und war St. Gangolf gewidmet. Zum Erhalt der Kirche kann man Gläser und Postkarten erwerben.

 

Fresko, Kirche St. Gangolf, Rumbach

Weitere Ortsschönheiten: Am Ortsrand quert die Hauptstraße eine zum  Radweg umgebaute frühere Wasgenwald-Schmalspurbahn. 1921-1930 fuhr die zunächst rein militärisch Bahn von Bundenthal-Rumbach nach Ludwigswinkel (frz. Truppenübungsplatz). Ab 1924 auch für dne öffentlichen Personennahverkehr zugelassen. Anekdote: Da der Zug über die Rumbacher Höhe (Wasserscheide) fahren musste und dabei langsam fuhr, hing am Personenwaggon ein Schild „Blumenpflücken während der Fahrt verboten“.

Ebenfalls in der Hauptstraße befindet sich das „Schöpploch“ , dass noch mit Wasser befüllt ist. Dort wuschen früher Frauen die Kleidung der Familie. Kleinere Ortschaften besaßen kein Waschhaus. Ecke Hauptstraße/Ortsstraße ist ein Bäcker (super leckere Brötchen) mit kleinem Einkaufsmarkt. Der gesamte alte Ortskern hat an bedeutenden Gebäuden, Brunnen, … Schilder angebracht, anhand derer man die Ortsgeschichte erlesen und erlaufen kann. Alles sehr liebevoll gestaltet!

Rumbach, Haus in der Ortsstraße

Rumbach, Haus in der Ortsstraße

Holzschnecken, Rumbach

 

Folgt man der Verlängerung der Ortsstraße (Im Langental) und biegt links in den Weg ein (vor Sportplatz) sieht man eine Schneckenskulptur. Den Berg hinauf, auf teils mit Teer befestigter Straße (Pionierstraße, erbaut von deutschen Pionieren 1939/40), um am Wegesrand versteckt vier Eingänge zu Stollen zu sehen.

 

 

 

Rumbach, Beginn der Pionierstraße

Die Stollen sind heute verschlossen und dienen verschiedenen Fledermäusen als Quartier. Rumbach war zu Beginn des 2. Weltkrieges ein besonders kriegsgefährdetes Gebiet und lag in der „Roten Zone“. Die Bevölkerung wurde 01.9.1939 nach Hessen, Mainfranken und Thüringen evakuiert. Die Männer der Organisation Todt haben in dieser Zeit vier Stollen  als Munitions- und Versorgungslager angelegt. Die drei ersten Stollen haben unterschiedliche Ausmaße (3m hoch, 3m breit) und Längen (30-160m lang). Nur der 4. Stollen geht durch den gesamten Berg, Eingang am Seitenweg  hinter dem Christkindelsfels, hindurch (!) Der Durchgang ist nicht mehr möglich. Die Stollen dienten der wieder heimgekehrten Bevölkerung gegen Ende des Krieges als Zufluchtsort.

Nähere Informationen, auch zur Alltagssituation der Rumbacher im Krieg, erhält man von Frau Bischoff (Tourismusinformation). http://www.rumbach-pfalz.de

Einkehrmöglichkeit: Wir waren immer beim gemütlichen „Zum Salztrippler“ in der Ortsstraße. Achtung: 2015 nur Barzahlung möglich!

Rumbach ist für Familien geeignet!!!

 

Bamberg und das Sams

Filmtourismus in Bamberg? Ja, in dieser schönen und urigen Stadt, steht das Haus vom Sams. Das verfilmte Kinderbuch „Das Sams“ von Paul Maar spielt im „Haus zum Einhorn“ (erbaut 1747). Dort wohnt Herr Taschenbier mit dem Sams, dass ganz hervorragend von Christine Urspruch gespielt wird.

Der Reiseblog von Andrea David http://www.filmtourismus.de   ist wirklich zu empfehlen, wenn man sich schon immer gefragt hat, wo der Film gedreht wurde. Es gibt eine umfangreiche Film- und Serienliste mit dazugehörigen Infos zu Film und Drehorten. Z.B. von Anna, Das A-Team über James Bond, Macbeth, Mankells Wallander bis Rosenheim Cops und Zurück in die Zukunft.

DSCF8023

„Haus zum Einhorn“ Judengasse 16 in Bamberg (Bayern)

 

Jugenheim/Balkhäuser Tal – Bäume als Naturdenkmäler & Zarenfamilie

Bäume, Zarenfamilie-Naturdenkmal, was hat es damit auf sich?

Gerne lasse ich meinen Blick über Wanderkarten streifen und entdecke dort so manches Kultur- und Naturdenkmal. Immer wieder stelle ich fest, dass besagte Naturdenkmäler zwar auf Wanderkarten oder gar auf den Wandertafeln vor Ort vermerkt sind, aber in der Realität leider nicht mehr existieren. So auch auf meiner gestrigen kleinen Wanderung im hessischen Odenwald.

Ich war im Balkhäuser Tal (Seeheim-Jugenheim/Balkhausen) unterwegs. Der große Parkplatz Talhof befindet sich zwischen Jugenheim und näher zu Balkhausen oberhalb des Quaddelbachs. (Beim Spiel Stadt-Land-Fluss ist ein Fluss mit Q 20 Punkte wert!) Man gelangt über eine Holzbrücke zum Grillplatz. Eine große überdachte Hütte und mehrere Tische und Bänke drumherum.

DSCF8089

Talhof

Der Talhof ist heute ein Reiterhof, zuvor Hühnerfarm, Obstplantage und  Schnapsbrennerei. Zuvor war es Hofgut des Jugenheimer Klarissenklosters auf dem Heiligenberg. 1413 fiel es dem Kloster Lorsch zu. Mitte des 17. Jahrhunderts fiel der Hof wüst und wurde dann von der Familie Biedenbender mit dem markanten Gebäude mit Treppengiebel wieder errichtet. In der Jugenheimer Ortschronik liest man, dass während der Pestepidemie 1667 von den sechs Kindern des damaligen Besitzers Biedenbender  nur eins, Christoph, überlebte.Jahrhundert.  1803 kam der Talhof zum Großherzogtum Hessen, um dann 1910 in Privatbesitz zu kommen.

Man folgt der Fahrstraße (Wanderweg 5/6) weiter bergauf, um nach dem letzten Haus/ Koppel rechtsseitig eine mächtige Wurzel mit Buche zu sehen. An der nächsten größeren Wegekreuzung nach rechts, um nach wenigen Metern (wenn der Wald endet) rechts einen halben Baumstumpf mit Efeu überwuchert zusehen. Dies war/ist die sognannte Kaiserbuche, die bereits schon länger nicht mehr in Gänze besteht und trotzdem auf manchen Karten noch als Naturdenkmal (ND) verzeichnet ist. Der Baum kam während eines Spazierganges des russischen Kaiserpaares (Zar Alexander II, 1818-1881 und Zarin Marie, 1824-1880), die sich fast jeden Sommer mehrwöchig auf dem Heiligenberg in Jugenheim aufhielten, zu seinem Namen. Auch damals war die Buche schon ein prächtiger Baum. Die Zarenfamilie ließ ein Schild anbringen: „Kaiserbuche 14.9.1864″.

Selbst wenn es heute nur noch ein halber Stumpf ist, so ist doch das Wissen um den Baum und den Platz herum interessant und bewegend.

DSCF8094

links Kaiserbuche im Balkhäuser Tal im Odenwald

Folgt man dem Weg weiter, hat man u.a. von der linksseitigen Bank einen tollen Blick gen Westen auf den Melibokus von hinten. Immer Weg 5/6 folgen und an der rechtsseitigen Weggabelung 5 bestand ebenso einmal ein riesiger alter Baum (Stumpf). Doch wir gehen geradeaus bergauf, um an der großen Kreuzung wieder geradeaus talwärts zu wandern (Hinweisschild Hotel Brandhof). Bei nächster Weggabelung (Nr. 6 scharf links, rechts Fahrweg zu den Höfen Hainzenklingen, ja im Niemandsland wohnen noch Menschen 😉 ) und wir bergab geradeaus (dieser Weg ohne Nummerierung).

Nach einer Weile sieht man schon von weitem rechts eine große Eiche – die Schwarzenberg Eiche. Sie ist auf den Karten nur als besonderer Baum, aber nichts als ND verzeichnet. Der imposante Baum ist rund 200 Jahre alt und nach dem Baron Alexander von Schwarzenberg, der einst große Ländereien in Jugenheim hatte, benannt.

Meine Wanderung hat mit Pause und Irrweg rund 1,5 Stunden gedauert. Es ist nahezu immer eine geteerte Straße, die auch schon mal bessere Zeiten gesehen hat. Ich vermute wegen den 2-3 Häusern die es dort gibt.

Für Kinder geeignet – Wald sowieso immer!

Einkehrmöglichkeiten in Balkhausen, Jugenheim (u.a auf dem Heiligenberg mit Infozentrum!) und im Stettbacher Tal (ca. 30 min) von der Eiche entfernt der „Brandhof“ (Restaurant, Café mit Terrasse und kleinem Spielplatz)(z.B. Holzeisenbahn!)).

 

Katakomben in Penig/Sachsen

Die Stadt Penig liegt an  der Zwickauer Mulde in Sachsen.

Im 16. Jahrhundert wurden in den unterirdische Gangsysteme mit Bewetterung und Entwässerung in den Kellerberg gehauen. Obendrauf befinden sich Wohnhäuser. Das ca. 2km lange Labyrinth befindet sich ca. 15m unter der Erdoberfläche und verläuft fast ringförmig mit zahlreichen Nischen, Abzweigungen und Gewölben. Das Größte davon misst 8x8m!

Die Katakomben dienten hauptsächlich der Bierlagerung sowie des Schutzes bei Kriegen.

Öffnungszeiten: ganzjährig in der Leipziger Straße

Für Kinder geeignet.

http://www.penig.de/tourismus-zu-gast/sehenswuerdigkeiten/peniger-kellerberge

 

Burg Stein/Züllestein am Rhein

Die Burg Stein oder auch Züllestein genannt ist ein Kulturdenkmal bei Nordheim am Rhein (Hessen, Nahe Biblis). Was ist das Besondere? Dort sieht man die ältesten noch sichtbaren Steinbaureste im Kreis Bergstraße! Sie liegen im Wäldchen rechts neben der Weschnitzbrücke.

Dort hatten bereits die Römer im 4. Jahrhundert n.Chr. einen Rheinübergang plus Hafenanlage errichtet. Viele anschauliche Bildtafeln zeigen die Entwicklung vom Hafengebäude hin zur mittelalterlichen Burg. In der vorhandenen Schutzhütte sind ebenfalls Text-/Bildtafeln zur Historie angebracht. Bänke laden zum Verweilen ein.

Wanderweg 1 verläuft entweder längs (auf) dem Deich oder darauf und auch längs des Rheinufers. Gesamte Wegstrecke: ca. 5 km. Startpunkt ist am ehemaligen Fährhausturm (erbaut 19. Jahrhundert). Für Kinder geeignet. Parkplatz am Rheinufer beim Gasthaus „Steiner Wald“ (im Winter geschlossen). Nächstes Café in der Bäckerei in Wattenheim.

Wenn man Glück hat, führt der Rhein gerade Niedrigwasser, so dass man direkt vom Parkplatz auf die Sandbank gehen und dort spazieren sowie mancherlei Funde machen kann. In der Nähe des Fährhausturmes auf dem Deich sind auch Hochwassermarkierungen eingepflockt.

DSCF8049

Sandbank bei Nordheim/Rhein, 01/2016

DSCF8065

Burg Stein/Züllestein, Nordheim, Kirche, 01/2016

Alsbach – Titelbild: Herzog Ulrich-Ruhe

Hallo,

beginnen möchte ich mit der „Herzog-Ulrich-Ruhe“  im südhessischen Alsbach.

Dieser einst beliebte Rastplatz längs eines namenslosen Bachs an der Kirchstraße, die im weiteren Verlauf zum Alsbacher Schloss hinaufführt, ist heute nahezu in Vergessenheit geraten. Man sieht im unteren Teil (Ausschnitt des Blog-Titelbildes) noch eine gefasste Brunnenvorrichtung und zwei Sitzbänke. Im oberen Bereich steht dem müden Wanderer ein netter kleiner Ratsplatz mit Tisch zur Verfügung. Am Fels prangt die metallene Inschrift zu diesem Platze.

Auf der unteren Inschriftentafel steht vermerkt, dass dies „der Sage nach der Lieblingsplatz des Herzog Ulrich von Württemberg [war], der während seiner Verbannung Zuflucht auf dem Alsbacher Schloss gefunden haben soll. Er war prachtliebend und selbstherrlich, durch drückende Steuern und Eigenmächtigkeiten machte er sich Volk und Adel zum Feind. 1519 wurde er aus seinem Lande vertrieben und fand Schutz beim hessischen Landgrafen Philipp den Großmütigen. Durch dessen Hilfe konnte er dann 1534 wieder nach Württemberg zurückkehren.“

Ganz in der Nähe befindet sich ein Wassertretbecken und ein Parkplatz. Die Ruine des Alsbacher Schlosses  kann besichtigt werden (unregelmäßige Öffnungszeiten).