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Verlängerung -Ausstellung größter jüdischer Landfriedhof Hessens

Sonderausstellung "400 Jahre jüdi. Friedhof Alsbach" im Museum Alsbach-Hähnlein

Sonderausstellung „400 Jahre jüd. Friedhof Alsbach“ im Museum Alsbach-Hähnlein

Verlängerung! Die Sonderausstellung „400 Jahre jüdischer Friedhof Alsbach – BEWAHREN-GEDENKEN-ERINNERN“ wird aufgrund der großen Nachfrage bis zum 27.11.2016 verlängert.

Bereits rund 650 Besucher aus nah und fern informierten sich seit Mai 2016 über den Alsbacher Friedhof. Es befinden sich dort noch 2124 Grabsteine , jedoch wird er seit  1948 nicht mehr belegt. Er gilt als der größte jüdische Landfriedhof Hessens!  Die Sonderausstellung im Museum Alsbach-Hähnlein befasst sich mit den Themen Bestattungspraktiken, Trauerrituale und Erinnerungskultur. Den Ausstellungsmachern Rieskamp und Hoppe war es wichtig, nach Möglichkeit die Bestattungskultur für den Belegungszeitraum (17.-20. Jahrhundert) darzustellen.  Informationen zur Friedhofsgeschichte und zu Gestaltungsmerkmalen von  Grabsteinen werden ebenfalls gezeigt.

Ein besonderes Highlight ist eine beindruckende Fotografie des Silberpokals der Alsbacher Beerdigungsbruderschaft von 1732, die die William Gross Family Collection (Tel Aviv) zur Verfügung stellte.  Leihgaben der Jüdischen Gemeinde Darmstadts (Bahrtuch und Sterbekleidung des Leichnams) und Faksimilies des Jüdischen  Museums Berlins runden die Ausstellung ab.

Zudem kann man das Buch zum Friedhof von Dr. Heinemann und Frau Wiesner zu einem Sonderpreis erwerben. Es erläutert umfassend die Friedhofsgeschichte, Judentum in einzelnen Gemeinden und ist eine super Quelle für jeden Familienforscher und Lokal-/Regionalhistoriker.

Führungen über den Friedhof nach Vereinbarung.

Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36 in 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de  

Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr sowie nach Vereinbarung  (bei mir hier im Blog oder museum-alsbach-haehnlein@unitybox.de)

Eintritt frei, Spenden willkommen

Tagung: „Heimatbriefe“ der Deutschen in und aus dem östlichen Europa nach 1945

„HEIMATBRIEFE“ DER DEUTSCHEN IN UND AUS DEM ÖSTLICHEN EUROPA NACH 1945

Tagung  beim Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Freiburg (Tagungshinweistext lt. Institut)

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Die nach 1945 veröffentlichten „Heimatbriefe“ bzw. „Heimatblätter“ der Deutschen im und aus dem östlichen Europa besitzen einen großen Quellenwert für eine ganze Bandbreite sozial-, literatur- und kulturwissenschaftlicher Fragestellungen. Zum einen erschienen/erscheinen sie kontinuierlich oftmals über Jahrzehnte hinweg und ermöglichen daher wie kaum eine andere gedruckte Quelle diachron angelegte Untersuchungen; zum anderen basieren sie im Gegensatz zu den großen Verbandsorganen in hohem Maße auf leserseitiger Partizipation und gewähren so Einblicke in gruppeninterne Diskurse. Seitens der Forschung wurde ihnen im Vergleich zu „Vertriebenendenkmälern“, „Heimatstuben“ oder „Heimatbüchern“ wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die in jüngerer Zeit entstandenen Studien zu einzelnen Titeln bezeugen allerdings ein wachsendes Interesse an diesen Periodika.
Während der Arbeitstagung werden grundsätzliche Aspekte des Phänomens „Heimatbrief“ erörtert, Fallstudien zu einzelnen Titeln und Themen präsentiert, Erfahrungen im Umgang mit diesem Quellentypus kritisch reflektiert und zukünftige Perspektiven der Forschung sowie (digitalen) Erschließung diskutiert.

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Programm
Mittwoch, 26. Oktober 2016

14.00
Werner Mezger, Markus Tauschek & Tilman Kasten:
Begrüßung und Einführung

SYSTEMATISCHE UND TYPOLOGISCHE ASPEKTE

14.30
Wolfgang Kessler:
Die „ostdeutschen“ Heimatblätter in der Bundesrepublik Deutschland

15.30
Kaffeepause

16.00
Mathias Heider:
Lokal, regional, egal? Der Heimatbrief in Abgrenzung zur übrigen Publizistik der Deutschen aus dem östlichen Europa

16.45
Harald Lönnecker:
Akademische Heimatblätter

17.30
Gregor Ploch:
„Aber als Oberhirte muß ich mir ein Sprachrohr schaffen …“ – Der Heimatbrief der Katholiken des Erzbistums Breslau

Donnerstag, 27. Oktober 2016
ANALYSEN VON FALLBEISPIELEN

9.00
Sandra Kreisslová & Jana Nosková:
Das Bild der Tschechoslowakei in „sudetendeutschen“ Heimatzeitschriften der 1950er-Jahre

9.45
Miriam Braun:
Die Karlsbader Zeitung – Akteure und Netzwerke

10.30
Pause

11.00
Lionel Picard:
„Tout est politique!“ – Eignet sich die politische Komponente für die Bewertung eines schlesischen Heimatblatts?

11.45
Mittagspause

RAHMENPROGRAMM

14.00
Führung durch die Universitätsbibliothek

METHODEN UND QUELLENWERT

16.00
Sarah Scholl-Schneider:
„Bericht erstatten“. Heimatzeitungen als Quelle zur Erforschung von Heimatreisen

16.45
Albert A. Feiber:
Heimatbriefe als historische Quelle

17.30
Melinda Marinka:
Sathmarer Heimatbriefe als Erinnerungsorte und als ethnographische Quellen

Freitag, 28. Oktober 2016
PROJEKTE UND BESTÄNDE

9.00
Nadja Harm & Tilman Kasten:
Handbuchprojekt zur Publizistik der Deutschen im und aus dem östlichen Europa

9.30
Ingrid Sauer:
Bestände des Sudetendeutschen Archivs mit Bezügen zu Heimatbriefen

10.00
Hans-Jakob Tebarth:
Die Heimat-Presse-Sammlung der Martin-Opitz-Bibliothek

10.30
Kaffeepause

11.00
Jan Lipinsky:
Periodika-Bestände des Herder-Instituts

11.30
Beata Mache:
Projekt zu Posener jüdischen Heimatblättern der Zwischenkriegszeit
12.00
Abschlussdiskussion
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Anmeldung (erforderlich bis 6. Oktober 2016) und Kontakt:

Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa
Goethestr. 63
79100 Freiburg i. Br.
Tel. 0761/70443-0
sekretariat-ivde@ivde.bwl.de

Vortrag: größter jüdischer Landfriedhof Hessens

Zur Sonderausstellung „400 Jahre Jüdischer Friedhof Alsbach – BEWAHREN – ERINNERN – GEDENKEN“

VORTRAG

Dr. Hartmut Heinemann (Kommission der Geschichte der Juden in Hessen)

„Der jüdische Friedhof in Alsbach. Ein herausragendes Beispiel jüdischer Kultur in Hessen.“

Mittwoch, 08.6.2016 um 19.30 Uhr in der „Alten Schule“, Gernsheimer Str. 31 in Alsbach-Hähnlein

Sonderausstellung geöffnet:

jeden Sonntag bis 17.7. danach bis zum 02.10.2016

jeden 1. Sonntag im Monat jeweils 13.30 – 17 Uhr

oder nach Vereinbarung unter 06257-5389 oder 06257-5623

www.museum-alsbach-haehnlein.de     Eintritt frei

Rumänisch-Deutsches Literaturfestival in Suceava

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Sehr zu empfehlen!

Und wenn man schon die weite Reise unternommen hat, dann schaut Euch gleich die Moldauklöster, das Stadtmuseum Suceava (neu renoviert), die Burg in Suceava, das Freilichtmuseum, evangelische und katholische Kirche, … an. Im Deutschen Forum freut man sich auch stets über Besucher, die vorbei kommen, sich informieren oder ein Schwätzchen halten wollen. Besucher, die die evangelische Kirche besichtigen wollen, melden sich bitte beim benachbarten Dt. Forum (str. Armeneasca 16 A).

Über die evang. Kirche in Suceava schreibe ich ein anderes Mal.

 

Installation zu Tod und Trauer in Starnberg

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Installation zum Thema Tod und Trauer: „Liebensbriefe und die Kunst des Trauerns“ vom 18.3.-22.5.2016 im Museum Starnberger See. (inkl. Totenmaske König Ludwigs!)

Es werden dort auch Grabinschriften präsentiert. Darunter auch ein deutscher Spruch aus der rumänischen Bukowina (Frassin).

Das Museum liegt bahnhofsnah und hat einen herrlichen Blick auf den See! Nach dem Museumsbesuch bietet sich eine Schiffsrundfahrt an.

 

Stauseen in der Schweiz

Versunkene Täler – neue Landschaften: Geschichte(n) der Stauseen in der Schweiz

Die Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde freut sich, Ihnen die Aufschaltung ihrer neuen Webseite Versunkene Täler – neue Landschaften: Geschichte(n) der Stauseen in der Schweiz ankündigen zu können. Sie widmet sich der Sozial- und Kulturgeschichte der Stauseen in der Schweiz. Die Stauseen sind ein wesentlicher Bestandteil der schweizerischen Identität und wichtigste Energielieferanten des Landes. Sie sind auch der Stolz der Ingenieurtechnik und Zeugen des Anschlusses der Schweiz, Europas «Wasserturm», an die Moderne. Diese Bauten befinden sich allerdings nicht auf menschenleerem Gebiet; sie sind Gegenstand von Kontroversen und langer Verhandlungen unter verschiedensten Akteuren.

Die Besetzung und Transformation der Landschaft, die durch die energetische Nutzung des Territoriums entstehen, sind immer von unterschiedlichen sozialen Prozessen begleitet, die sowohl die Individuen, Dörfer, Täler, Institutionen, aber auch die Gesellschaft generell betreffen. Dr. des. Pierrine Saini wird Ihnen anhand zahlreicher audiovisueller Dokumente (Fotografien, Zeichnungen, Interviews, Filmen und Auszügen aus Radioarchiven) die Webseite vorstellen, die sie zu diesem Thema erarbeitet hat. Die Webseite bietet eine globale und vernetzte Annäherung wie auch einen zeitkritischen Blick auf die verschiedenartigen Prozesse zwischen Technologie, Natur und menschlicher Erfahrung.

Im Anschluss an die Präsentation findet ein Apéro statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind!

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Basel oder in Zürich begrüssen zu dürfen!

Mit herzlichen Grüssen,

Sabine Eggmann

Mittwoch, 24. Februar 2016, 18.15 h in Basel, Hörsaal des Pharmaziehistorischen Museums, Totengässlein 3, 4051 Basel

& Mittwoch, 2. März 2016, 18.30 h in Zürich, Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 71, 8006 Zürich, Hörsaal KOL-F-152.

Dr. Sabine Eggmann, Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde (SGV), Geschäftsleitung, Rheinsprung 9/11, CH-4051 Basel, Tel. (vormittags) ++ 41 61 267 13 37, email: Sabine.Eggmann@unibas.ch

   

 

Teapot – Teekannen – Ausstellung

Wo sonst als in England existiert eine Teapot/Teekannen-Ausstellung? Rund 7600 verschiedene Teapots sind dort im Museum zu bestaunen und ca. 4000 (!) zu erwerben. Die Designvielfalt reicht von „normal“ bis witzig. StarWars-Fans kommen auf ihre Kosten sowie Queen-Fans, …. Sie fertigen und bemalen die Teekannen selbst. Das hat den Vorteil, dass sogar kreative Kindergeburtstage dort angeboten werden.

Die Schau ist gegen eine Eintrittsgebühr zu besichtigen. Kinder geeignet

Ausstellungsort: Teapot Island, Hampstead Lane, Yalding, Maidstone, Kent, England

Ausstellungsdauer: immer, Öffnungszeiten bitte der homepage entnehmen, die man sowieso einfach mal gesehen haben sollte. http://teapotisland.com

 

Uli Stein Cartoon-Ausstellung

Die Cartoons von Deutschlands erfolgreichsten Cartoonisten – Uli Stein – werden erstmalig in der Rhein-Main-Neckar Region gezeigt. Neben Werken aus der frühen Schaffenszeit des Künstlers, werden auch seine geliebten Protagonisten: Martha und Erwin, Katzen, Mäuse, Hunde oder Pinguine gezeigt.

Seit Ende Oktober letzten Jahres geht es arg lustig im Museum zu. Mittlerweile besuchten rund 1300 Personen die Ausstellung und lachten herzhaft.

Der Museumsshop bietet u.a. Bücher, Postkarten, Taschen und einiges mehr an. Die Cartoons, die auf hochwertigem Papier in geringer Stückzahl gedruckt und mit Originalunterschrift versehen sind, können ebenfalls erworben werden.

Ausstellungsort: Museum Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Ausstellungsdauer: bis 31.01.2016Uli Stein cartoon 300pixel Presse

Schöne neue Welt – Traumhäuser rumänischer Migranten

Die Bukowina, das Oascher land und die Marmarosch sind eher ländlich geprägte Regionen im Norden Rumäniens. Seit ein paar Jahren bestimmen stattliche Neubauten das Dorf- und Landschaftsbild. Mehrstöckig, farbenprächtig, marmor- und granitverziert heben sie sich vom traditionellen Häuserstil ab. Die Eigentümer sind Arbeitsmigranten, deren Ersparnisse vielfach in den Bau repräsentativer Häuser in ihren Herkunftsorten fließen. Die Häuser und Luxusautos sind ein sichtbares Zeichen ihres Erfolges im Ausland und ihrer modernen westlichen Lebenseinstellung. Bewohnt werden die Gebäude nur selten. Die älteren Menschen leben weiterhin in ihren eigenen Häusern und hüten die zurückgebliebenen Kinder und die neuen unbewohnten Häuser.

Die Ausstellung mit Fotografien u.a. von Petrut Calinescu, Matei Bejenaru widmet sich den vielfältigen Aspekten von Arbeitsmigration und Bauboom in Nordrumänien. Beleuchtet werden auch die Auswirkungen auf das Dorf, die Region und die Landschaft.

Ausstellungsort: Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin, Museumsquartier Berlin-Dahlem, http://www.smb.museum

Ausstellungsdauer:  bis 24.4.2016

Alsbach – Titelbild: Herzog Ulrich-Ruhe

Hallo,

beginnen möchte ich mit der „Herzog-Ulrich-Ruhe“  im südhessischen Alsbach.

Dieser einst beliebte Rastplatz längs eines namenslosen Bachs an der Kirchstraße, die im weiteren Verlauf zum Alsbacher Schloss hinaufführt, ist heute nahezu in Vergessenheit geraten. Man sieht im unteren Teil (Ausschnitt des Blog-Titelbildes) noch eine gefasste Brunnenvorrichtung und zwei Sitzbänke. Im oberen Bereich steht dem müden Wanderer ein netter kleiner Ratsplatz mit Tisch zur Verfügung. Am Fels prangt die metallene Inschrift zu diesem Platze.

Auf der unteren Inschriftentafel steht vermerkt, dass dies „der Sage nach der Lieblingsplatz des Herzog Ulrich von Württemberg [war], der während seiner Verbannung Zuflucht auf dem Alsbacher Schloss gefunden haben soll. Er war prachtliebend und selbstherrlich, durch drückende Steuern und Eigenmächtigkeiten machte er sich Volk und Adel zum Feind. 1519 wurde er aus seinem Lande vertrieben und fand Schutz beim hessischen Landgrafen Philipp den Großmütigen. Durch dessen Hilfe konnte er dann 1534 wieder nach Württemberg zurückkehren.“

Ganz in der Nähe befindet sich ein Wassertretbecken und ein Parkplatz. Die Ruine des Alsbacher Schlosses  kann besichtigt werden (unregelmäßige Öffnungszeiten).