Archiv der Kategorie: Friedhof

Armenische Grabsteine in katholischer Friedhofsmauer

Die armenischen Grabsteine sind in die Mauer des katholischen Friedhofs in Siret, einer Kleinstadt in Nordosten Rumäniens, eingelassen. Die Stadt ist heute im Bezirk Suceava angesiedelt. 1774-1918 gehörte sie zur Habsburger Monarchie, zum östlichsten Kronland – der Bukowina (Buchenland) – und hieß damals Sereth.

Warum, also Grabsteine in der Friedhofsmauer? Im Jahrbuch des früheren Bukowiner Landes-Museums (1893) fand ich folgende Erklärung:

 

Bei archäologischen Ausgrabungen unter der Leitung des Konservators Josef Ritter v. Gutter, k. k. Hauptmann i. P. und Obmann des „Serether Museums-Vereins“ (gestorben 08.5.1886 in Sereth) entdeckte man (1880) alte armenische Grabsteine in einem aufgelassenen Klosterfundament in Sereth. Leider erfährt man im Text nicht, um welches Kloster es sich handelt.  Es gab sowohl ein Franziskaner- als auch ein Dominikanerkloster in vergangener Zeit. Bezüglich des Letzteren schreibt der „Reiserführer durch den Kreis – Suceava“ (Bukarest 1982) existierte bei der „Hlg. Johannes-Kirche“ in Sereth in der Zeit 1391-1435 ein kath. Bischofsamt mit einem dazugehörigen Dominikanerkloster. Das Klostergebäude wurde 1451 niedergebrannt.

Vier von den 30 eingemauerten „Leichensteinen“ konnten komplett geborgen werden. Den fünften erhaltenen Stein fand man an einer anderen Stelle, an der sich vermutlich, so v. Gutter, die Klosterkirche befand. Unter besagten fünften Stein wurde ein Skelett gefunden, dass ein goldbesticktes Brokatgewand trug, dessen Qualität jedoch schon Verschleißerscheinungen aufwies

Die Inschriften der Grabsteine sind in armenischen Buchstaben am Rande umlaufend angebracht und mittig verzieren Pflanzenornamente das Grabmal. Die Inschriften in dt. Übersetzung, der fünf oben genannten Steine ist dokumentiert,

Nr. 1: „Das ist der Grabstein des gottseligen Agopscha, der nun verstorben im Jahre 1100 nach armenischer Zeitrechnung (1651 unseres Kalenders), den 30. Jänner.“

Nr. 2: „Das ist der Grabstein des gottseligen Marcu, welcher der Sohn war des Sahag verstorben im Jahre 1102 (armenisch).“

Nr. 3: „ Das ist der Grabstein des gottseligen Ovanes, seines Weibes Sartarig und seines Sohnes Schadbey. Gott sei ihrer Seele gnädig. Im Jahre 1108 (armenisch) am Mittwoch.“

Nr. 4: „Das ist der Grabstein des Aswadur, Sohn des Hanigczan verstorben im Jahre 1100 (armenisch).“

Nr. 5: „ Dies ist der Grabstein der Ruhe des Apriham und der Anna, welche Kinder des Agapscha Hauptes der Stadt Sereth sind, im Jahre 1101 (arm. Zeit).“

Es lässt sich vermuten, dass der Grabstein Nr. 1 auf die spätere Familie Agopschowiez und der Stein Nr. 3 auf die noch im Jahre 1880 in Galizien lebende Familie Schadbey schließen lässt.

Bei der Umfriedung des Friedhofs (1884) integrierte man diese fünf Steine in die Mauer. Heute sieht man jedoch sieben solcher Grabsteine in der Außenmauer!

armenischer Grabstein in Friedhofsmauer in Siret

 

Alsbach: Tag des offenen Denkmals 10.9.2017 & Friedhofsführung in Alsbach

Am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag 10.9.2017 hat das Museum Alsbach-Hähnlein von 11-17 Uhr geöffnet.
Neues gibt es zu Entdecken:
Das restaurierte „Frischauf“-Saalrad glänzt als Attraktion der neuen Ausstellung zum Arbeiterradsportvereins „Solidarität“ Hähnlein. Solidaritäts-Accessoires, Räder und Radscheinwerfer der Zeit erklären die Zusammenhänge.
In der archäologischen Abteilung verdeutlichen diverse keramische Funde (u.a. Nischenofenkacheln als Dieburger Ware) rund um den „Weilerhügel“ das Alltagsleben auf der Niederungsburg, die als Modell ebenso zu sehen ist.
Im Zuge der Neugestaltung der „Alsbacher Wand“ wurde auch die Abteilung zu „Juden in Alsbach und Hähnlein“ überarbeitet.
Aktionen an diesem besonderen Tag:
Museumsrallyes für Kinder mit dem Maskottchen „Zieglinde“.
Kulturgeschichtliche Führung über den größten jüdischen Landfriedhof Hessens in Alsbach, Treffpunkt 14 Uhr am Nordtor, Dauer ca. 2 Stunden, gutes Schuhwerk erforderlich, Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung zu tragen.
Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Größter jüdischer Landfriedhof Hessens – Führung

Der größte jüdische Landfriedhof Hessens mit rund 2100 erhaltenen Grabsteinen befindet sich in Alsbach an der Bergstraße und ist 401 Jahre alt. Ich biete für den Museumsverein Alsbach-Hähnlein am Sonntag 07.5.2017 um 13.30 Uhr eine Friedhofsführung an. Die kulturgeschichtliche Führung stellt den Friedhof mitsamt seiner Geschichte und Bestattungskultur in den Mittelpunkt. Ebenso wird erläutert, wie man sich selbstständig, auch ohne hebräische Sprachkenntnisse, einen jüdischen Friedhof erschließen kann.

Die Führung dauert ca. 1,5 Std. und Treffpunkt ist am Nordtor. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.Eintritt frei, Spenden willkommen

Veranstaltungsort: Friedhof liegt an der Kreuzung B 3 Abzweigung L 3112, Parkplätze am Einkaufszentrum „Pfarrtanne“

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Jüdischer Friedhof Alsbach

Im Anschluss besteht die Möglichkeit das Museum zu besuchen und sich u.a. über die ehemalige jüdische Gemeinde Alsbach-Hähnleins zu informieren. Das Museum hat jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr geöffnet, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de  Eintritt frei, Spenden willkommen.

 

Grabstätte zieht um – Stefan George

Urlaub – und was mache ich? Ich besuche Gräber…  während meine Familie die Frühlingssonne im Tessin mit Blick auf den Lago Maggiore genießt. Stefan George war mein Ziel in Minusio bei Locarno (Schweiz).

Ein wirklich kurzer Abriss zu Stefan George:  (*12.7.1868 in Büdesheim/bei Bingen am Rhein, +04.12.1933 in Muralto), deutscher Lyriker, ab 1892 Mittelpunkt des nach ihm benannten George-Kreises, dem u.a. Ludwig Klages, Karl Wolfskehl, Claus von Stauffenberg angehörten. Dieser Kreis versammelte gleichgesinnte Lyriker, die ganz eigene Vorstellungen bzgl. Philosophie, Ästhetik und Lebensreform hatten.

Ursprünglich erfolgte Georges Beisetzung auf dem alten Campo Santo in Minusio. Heute befindet sich dort ein Kinderspielplatz und ein Parkplatz unterhalb des Municipios (Via S. Gottardo 60).  Dieser alte Friedhof wurde 1982 aufgelassen und hatte somit  für einige Verstorbene eine Umbettung zur Folge. So auch Stefan George, der auf dem neuen Friedhof (Kreuzung Via Rinaldo Simen / Via Remorino) seine endgültige Ruhestätte fand.

Ulrich Raulff schreibt in seinem Buch: Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben (München 2009) u.a. ausführlich über die Beisetzung mit Trauergemeinde, Umstände der Umbettung, …  (vor allem S. 45, 511).  Raulff vermerkt, dass im Januar/Februar 1934 der Eichensarg gegen einen Kastaniensarg mit Bleiummantelung ausgetauscht wurde. Weiter waren für mich  drei Fotos interessant: a)  Krankenzimmer in der Clinica Sant ´Agnese in Muralto (um 1933), in dem George verstarb (S. 37), b) altes Grab mit Kranz Grab (S. 37) und nochmals eine andere Ansicht der alten Grabstätte (S. 16)  Bei der Grabstätte einst und jetzt handelt es sich um eine Granitplatte mit einfachem Namenszug und sieben Hochstammlorbeerbüschen in Kübeln.

Die Grabstätte ließ sich schwer fotografieren, da es sich um eine liegende Granitplatte handelt, die unmittelbar vor eine Mauer und einer Treppe mit Treppenlift positioniert ist. Zudem stellt sich ein breiter großer Grabstein in nächster Nähe vor dem Grab dem Fotografen in den Weg.

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Grab Stefan George in Minusio

Ort der Grabstätte: die Haupttreppe hinunter gehen bis zur vorletzten Treppe (mit Treppenlift) und sofort nach rechts schauen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_George   Hier ist die alte Grabstätte von 1977 zu sehen! 

Siehe weitere Wohnstätte Georges und Karl Wolfkehls:  http://epaper.lqj.ch/ee/teze/_main_/2009/03/13/013/article40.pdf

Edersee – Niedrigwasser seltene Mauerreste sichtbar

Der Ederstausee hat momentan starkes Niedrigwasser, so dass man auch das Modell der Sperrmauer sehen kann!

Hier ein Foto von Heinrich Kowalski (bitte anklicken):

https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FHessenschau%2Fphotos%2Fa.637552699629691.1073741828.594399277278367%2F1295787183806236%2F%3Ftype%3D3&width=500

Der Ederstaussee liegt in Nordhessen benachbart zum Nationalpark Kellerwald-Edersee (UNESCO Weltnaturerbe) und ist heute eine beliebte Ferienregion. Er ist der flächenmäßig 2.größte Stausee Deutschlands und der volumenmäßig der Drittgrößte.

1908-1914 errichtete man die Sperrmauer, um den Mittellandkanal und die Weserschifffahrt auch im Sommer mit ausreichend Wasser zu versorgen. Stromerzeugung und Hochwasserschutz wurden damit auch generiert.  700 Menschen mussten umgesiedelt werden und die Dörfer Asel, Berich, Bringhausesn und das Gut Vornhagen wurden teils abgebaut bzw. die Reste geflutet. Die Mauerreste der Klosterkirche in Berich sind bei Niedrigwasser zu besichtigen, die Weserbrücke bei Asel und die mit Beton übergossenen Friedhöfe.

1943 bombardierten britische Flugzeuge die Mauer. Durch das daraus resultierende Loch und die austretenden Wassermassen kam es zu einer Überschwemmungskatastrophe. Im gleichen Jahr wurde durch Zwangsarbeiter der „Organisation Todt“ alles wieder repariert.

Weitere Infos zu:  Bau der Sperrmauer, Bombardierung, Wiederaufbau und Instandsetzung       http://www.edersee.com/geschichte.html    und     https://de.wikipedia.org/wiki/Edersee

Ein Ausflug dorthin ist auch für Kinder interessant!

 

Verlängerung -Ausstellung größter jüdischer Landfriedhof Hessens

Sonderausstellung "400 Jahre jüdi. Friedhof Alsbach" im Museum Alsbach-Hähnlein

Sonderausstellung „400 Jahre jüd. Friedhof Alsbach“ im Museum Alsbach-Hähnlein

Verlängerung! Die Sonderausstellung „400 Jahre jüdischer Friedhof Alsbach – BEWAHREN-GEDENKEN-ERINNERN“ wird aufgrund der großen Nachfrage bis zum 27.11.2016 verlängert.

Bereits rund 650 Besucher aus nah und fern informierten sich seit Mai 2016 über den Alsbacher Friedhof. Es befinden sich dort noch 2124 Grabsteine , jedoch wird er seit  1948 nicht mehr belegt. Er gilt als der größte jüdische Landfriedhof Hessens!  Die Sonderausstellung im Museum Alsbach-Hähnlein befasst sich mit den Themen Bestattungspraktiken, Trauerrituale und Erinnerungskultur. Den Ausstellungsmachern Rieskamp und Hoppe war es wichtig, nach Möglichkeit die Bestattungskultur für den Belegungszeitraum (17.-20. Jahrhundert) darzustellen.  Informationen zur Friedhofsgeschichte und zu Gestaltungsmerkmalen von  Grabsteinen werden ebenfalls gezeigt.

Ein besonderes Highlight ist eine beindruckende Fotografie des Silberpokals der Alsbacher Beerdigungsbruderschaft von 1732, die die William Gross Family Collection (Tel Aviv) zur Verfügung stellte.  Leihgaben der Jüdischen Gemeinde Darmstadts (Bahrtuch und Sterbekleidung des Leichnams) und Faksimilies des Jüdischen  Museums Berlins runden die Ausstellung ab.

Zudem kann man das Buch zum Friedhof von Dr. Heinemann und Frau Wiesner zu einem Sonderpreis erwerben. Es erläutert umfassend die Friedhofsgeschichte, Judentum in einzelnen Gemeinden und ist eine super Quelle für jeden Familienforscher und Lokal-/Regionalhistoriker.

Führungen über den Friedhof nach Vereinbarung.

Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36 in 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de  

Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr sowie nach Vereinbarung  (bei mir hier im Blog oder museum-alsbach-haehnlein@unitybox.de)

Eintritt frei, Spenden willkommen

Friedhofsflucht & Friedhofspflicht

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Es besteht Friedhofspflicht und doch „flüchten“ Etliche und möchten anderweitig bestattet werden. Vom Fußballfeld bis zur Weltraumbestattung. Welche Auswirkungen hat dies auf Bestattung- Trauer und Erinnerungskultur? Diesen Fragen und vielem mehr nähern sich die Teilnehmer aus theologischer, kulturwissenschaftlicher, juristischer und soziologischer Perspektive.

Tagung im Rahmen der bekannten Tagungsreihe „Funerale“  der Theologischen Fakultät Rostock 03.-05. November 2016. 

Teilnehmen kann jeder nach Anmeldung.

 

 

 

Vortrag: größter jüdischer Landfriedhof Hessens

Zur Sonderausstellung „400 Jahre Jüdischer Friedhof Alsbach – BEWAHREN – ERINNERN – GEDENKEN“

VORTRAG

Dr. Hartmut Heinemann (Kommission der Geschichte der Juden in Hessen)

„Der jüdische Friedhof in Alsbach. Ein herausragendes Beispiel jüdischer Kultur in Hessen.“

Mittwoch, 08.6.2016 um 19.30 Uhr in der „Alten Schule“, Gernsheimer Str. 31 in Alsbach-Hähnlein

Sonderausstellung geöffnet:

jeden Sonntag bis 17.7. danach bis zum 02.10.2016

jeden 1. Sonntag im Monat jeweils 13.30 – 17 Uhr

oder nach Vereinbarung unter 06257-5389 oder 06257-5623

www.museum-alsbach-haehnlein.de     Eintritt frei

Alsbach – 400 Jahre jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof Alsbach

Jüdischer Friedhof Alsbach

Der Alsbacher Friedhof ist der größte jüdische Landfriedhof in Hessen. Er fungierte als eine Art Sammelfriedhof, denn hier wurden Juden aus 32 umliegenden Städten und Dörfern bestattet. Man zählt heute 2.124 Grabsteine, die noch relativ gut erhalten sind, wenn auch die Zerstörungen und Verwitterung den Steinen sichtbar zugesetzt haben.

Es dürften wohl schon vor 1616 auf diesem Gelände Juden bestattet worden sein. Das Friedhofsgelände wurde mehrmals erweitert. Die Verwüstung der Anlage durch die SA, im November 1938, hatte vor allem zum Ziel, das markante Eingangsgebäude mit einem Andachtsraum und insbesondere das von Beginn an dort geführte Totenregister vollständig zu zerstören. Die letzte Beerdigung fand 1948 statt, seitdem wird die Anlage nicht mehr genutzt.

Ein paar Detailinformationen:

Der erste offizielle Nachweis über die „Absteinung“, d.h. die Vermessung der Friedhofsanlage stammt aus dem Jahre 1616. Aufgrund der antijüdischen Ausschreitungen sowohl in Frankfurt (1612-14 Fettmilch-Aufstand) als auch in Worms (1614) flohen viele Juden und ließen sich im hessischen Ried sowie an der Bergstraße nieder. Darunter befand sich auch der berühmte Rabbiner Samuel Bacharach aus Worms, der 1615 in Gernsheim verstarb und in Alsbach beerdigt wurde. Der Originalgrabstein ist leider nicht erhalten geblieben, dafür steht jedoch noch der Gedenkstein, den wohl sein Urenkel Sanwil Bacharach (Gemeindevorsteher in Darmstadt & Gründungsmitglied der hess. Beerdigungsbruderschaft) um 1730 gesetzt hat.

Auf dem Friedhof befinden sich viele Gräber lokal- und regional bedeutender Persönlichkeiten, kraft ihres Amtes in den jüdischen Gemeinden oder im öffentlichen Leben.

 

Jüdischer Friedhof Alsbach

Jüdischer Friedhof Alsbach

Das Museum Alsbach-Hähnlein präsentiert eine Sonderausstellung bis 02.10.2016 zum Thema „400 Jahre jüdischer Friedhof in Alsbach, 1616 – 2016 – BEWAHREN, ERINNERN, GEDENKEN“.

Die Ausstellung wird neben der Friedhofsgeschichte auch volkskundlich betrachtet über jüdisches Totengedenken, Bestattungswesen und –brauchtum zur Belegungszeit des Friedhofs informieren.

Anhand von Faksimiles des 18./19. Jahrhundert des Jüdischen Museums Berlins, vereinzelten Hinweisen und eines herausragenden Buches des Leo-Baeck-Institutes New York von 1894, in dem sehr detailreich auf das Bestattungswesen eingegangen wird, war es möglich, einen Einblick in das 19. Jahrhundert zu geben.

In der Ausstellung werden an den Wänden Großfotos verschiedener Grabsteine von Alsbacher und Hähnleiner Juden gezeigt. Zugeordnet werden auch einige Grabsteine aus anderen Orten, um ein anschauliches Gesamtbild zu erreichen. In der Mitte des Ausstellungsraumes wird eine Installation aufgebaut sein, die an die Zerstörungen konkret erinnern soll.

Museum Alsbach Hähnlein, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Ö-Zeiten: 22.5.2016 11-17 Uhr und jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr oder nach Vereinbarung

 

Installation zu Tod und Trauer in Starnberg

Flyer_Liebensbriefe

Installation zum Thema Tod und Trauer: „Liebensbriefe und die Kunst des Trauerns“ vom 18.3.-22.5.2016 im Museum Starnberger See. (inkl. Totenmaske König Ludwigs!)

Es werden dort auch Grabinschriften präsentiert. Darunter auch ein deutscher Spruch aus der rumänischen Bukowina (Frassin).

Das Museum liegt bahnhofsnah und hat einen herrlichen Blick auf den See! Nach dem Museumsbesuch bietet sich eine Schiffsrundfahrt an.