Locarno: Barfußpfad, Seilbahn, Cardada & Cimetta

Die Hausberge von Locarno im Tessin – Cardada und Cimetta – bieten mehr als nur grandiose Aussicht auf den tiefsten Punkt der Schweiz (Lago Maggiore) und den höchsten Punkt (Dufourspitze im Monte Rosa Massiv).

Blick auf Lago Maggiore

 

Barfußpfad Locarno

Von der Stadt aus geht es mit der Standseilbahn zur Wallfahrtskirche Madonna del Sasso hinauf. Umsteigen in die futuristische Kabinenseilbahn von Mario Botta (Schweizer Architekt) und schon ist man auf dem Berggipfel Cardada (1340m). Hier gibt es eine geniale Aussichtsplattform, die ähnlich der Baumwipfelpfade, über den Wipfeln ins Tal hinein ragt.   Zuvor kann man, egal welchen Alters, auf einer Riesenpartnerschaukel schaukeln! Doch das sportliche Highlight ist der BARFUSSPFAD! Ohne Worte, die Fotos beschreiben alles…

Barfußpfad Locarno/Cardada

 

Barfußpfad Locarno/Cardada

 

 

Barfußpfad Locarno/Cardada

 

 

 

 

Weiter hinauf geht es mit einer Sesselbahn zum Berggipfel Cimetta (1671m). Die Sesselbahn ist seitlich zum Hang ausgerichtet, d.h. auf der Hinfahrt schaut man zusammen nach rechts und nach links auf der Rückfahrt. Oben auf der Gipfelplattform ist in dem Boden des Zements ein geologischer Lehrpfad eingelassen.

Auf beiden Bergen gibt es Gaststätten.

weitere Infos: http://www.cardada.ch/de

 

Grabstätte zieht um – Stefan George

Urlaub – und was mache ich? Ich besuche Gräber…  während meine Familie die Frühlingssonne im Tessin mit Blick auf den Lago Maggiore genießt. Stefan George war mein Ziel in Minusio bei Locarno (Schweiz).

Ein wirklich kurzer Abriss zu Stefan George:  (*12.7.1868 in Büdesheim/bei Bingen am Rhein, +04.12.1933 in Muralto), deutscher Lyriker, ab 1892 Mittelpunkt des nach ihm benannten George-Kreises, dem u.a. Ludwig Klages, Karl Wolfskehl, Claus von Stauffenberg angehörten. Dieser Kreis versammelte gleichgesinnte Lyriker, die ganz eigene Vorstellungen bzgl. Philosophie, Ästhetik und Lebensreform hatten.

Ursprünglich erfolgte Georges Beisetzung auf dem alten Campo Santo in Minusio. Heute befindet sich dort ein Kinderspielplatz und ein Parkplatz unterhalb des Municipios (Via S. Gottardo 60).  Dieser alte Friedhof wurde 1982 aufgelassen und hatte somit  für einige Verstorbene eine Umbettung zur Folge. So auch Stefan George, der auf dem neuen Friedhof (Kreuzung Via Rinaldo Simen / Via Remorino) seine endgültige Ruhestätte fand.

Ulrich Raulff schreibt in seinem Buch: Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben (München 2009) u.a. ausführlich über die Beisetzung mit Trauergemeinde, Umstände der Umbettung, …  (vor allem S. 45, 511).  Raulff vermerkt, dass im Januar/Februar 1934 der Eichensarg gegen einen Kastaniensarg mit Bleiummantelung ausgetauscht wurde. Weiter waren für mich  drei Fotos interessant: a)  Krankenzimmer in der Clinica Sant ´Agnese in Muralto (um 1933), in dem George verstarb (S. 37), b) altes Grab mit Kranz Grab (S. 37) und nochmals eine andere Ansicht der alten Grabstätte (S. 16)  Bei der Grabstätte einst und jetzt handelt es sich um eine Granitplatte mit einfachem Namenszug und sieben Hochstammlorbeerbüschen in Kübeln.

Die Grabstätte ließ sich schwer fotografieren, da es sich um eine liegende Granitplatte handelt, die unmittelbar vor eine Mauer und einer Treppe mit Treppenlift positioniert ist. Zudem stellt sich ein breiter großer Grabstein in nächster Nähe vor dem Grab dem Fotografen in den Weg.

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Grab Stefan George in Minusio

Ort der Grabstätte: die Haupttreppe hinunter gehen bis zur vorletzten Treppe (mit Treppenlift) und sofort nach rechts schauen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_George   Hier ist die alte Grabstätte von 1977 zu sehen! 

Siehe weitere Wohnstätte Georges und Karl Wolfkehls:  http://epaper.lqj.ch/ee/teze/_main_/2009/03/13/013/article40.pdf

Frankfurt/M.:Luftschutz, Hochwasser, Hafenpark, Kaiser – mit allen Sinnen erleben

Frühlingstag in Frankfurt am Main – die Stadt mit allen Sinnen erforschen. Tast-, Hör- & Gleichgewichtssinn: Zuerst ging es ins Dialogmuseum. Kein klassisches Museum, sondern eher eine Selbsterfahrungsstätte, wo man wieder zu sich kommt und sich auf seinem Körper konzentrieren muss. In völliger Dunkelheit ertastet man sich mit Blindenstock, Händen und Füßen die Räume. Ein blinder Führer begleitet die Gruppe und zeigt Ausstellungsstücke aus der Alltagswelt, die man ertasten muss und den Weg durchs Museum erkennt man, in dem man der Stimme des Guides folgt. Am Tourende besucht an noch eine Bar und man weiß dann, warum unser Geld unterschiedlich groß, geriffelt und mit gestanzten Motiven belegt ist. (Zweckmäßig 0,5-3€ mitzunehmen) In der Bar wird es gemütlich, man kann ganz ungezwungen mit dem Guide plaudern und Dieses und Jenes über das Leben eines Blinden in unserer Gesellschaft erfahren.

(Führungen nur per Anmeldung: http://www.dialogmuseum.de , vom Hauptbahnhof mit der Tram 11 (R. Fechenheim, Station Osthafenplatz))

Geschmacks- & Geruchssinn: Schräg gegenüber befindet sich ein Vapiano (u.a. italienische Pasta, Pizza, Risotto und leckere Desserts)

Durch Zufall entdeckte mein Sehsinn am Boden vor dem Gemini-Haus (Hanauer Landstraße 146) eine Abdeckplatte „Mannesmann-Luftschutz„. Das Gemini-Haus war das Verwaltungsgebäude der früheren Elektrofirma Voigt & Haeffner (entstanden um 1910). Die denkmalgeschützte Fassade weist Anklänge von Klassizismus und Jugendstil auf. Architekt war C.W.F. Leonhardt.  Eine Eule ziert die Fassade.

Hanauer Landstr. 146, Frankfurt

Weiter geht´s zu Fuß an den Main (Richtung Honsellstr./Mayfarthstr.). Im Hafenpark nahe der Europäischen Zentralbank  gibt es einen Skatepark, wo sich jung und alt trifft und Kunstwerke vollführt, die teils den Atem stocken lassen. Basketballfelder, Spielplätze, Turngeräte (Reck & Co.) und eine große Liege-Spielwiese laden zum Verweilen ein.  An der Mainpromenade entlang Richtung Stadtzentrum, vorbei an den Gleisen der Hafenbahn (die paar Mal im Jahr fährt), alten Hafenkränen, Hinweisschildern für u.a. die frühere Weseler Werft und Messständen für Hochwasser. Rechts in der Sandsteinmauer (die Straße und Park voneinander trennt) in der Nähe der `Alten Brücke` sieht man in den Stein gemeißelte Messstände für das Wasser.

Schuh-Maas über den Punct (...)fanische Frankfurten, Mainpromenade in Frankfurt nahe "Alter Brücke"

Wasserhöhe den 1. Mertz 1784, Mainpromenade in FrankfurtZwischen ´Alter Brücke´ und ´Eiserner Steg´ nach rechts abbiegen den ´Mainkai´ bei der Ampel queren und die Straße ´Am Pfarrturm´ direkt zum Kaiserdom St. Bartholomäus gehen. Hier im Zentrum liegen ganz nah benachbart: Caricatura-Museum für komische Kunst, die Schirn-Kunsthalle und weiter links der Römerberg. Der Kaiserdom war nie eine Bischofskirche im eigentlichen Sinn, aber durch seine historische Bedeutung für das Heilige Römische Reich erhielt das Gebäude diesen Ehrentitel.  794 fand hier das große Konzil Karl des Großen statt. In der Kirche wurden seit dem 12. Jahrhundert der Römische Kaiser und Deutsche König gewählt und seit 1562 auch gekrönt.

Der Schlusspunkt des Ausflugs bildet der weithin sichtbare Maintower in der ´Neue Mainzer Str. 52-58´.  Von dem 200m hohen Gebäude hat man einen fantastischen Blick auf Frankfurt und die umliegende Region. Nachdem man Eintritt bezahlt und den Sicherheitscheck, wie beim Flughafen gemacht hat, bringt ein Fahrstuhl die Besucher innerhalb 45(!) Sekunden  auf die 1. komplett verglaste Plattform hinauf. Zu Fuß steigt man noch ein paar Stufen zur teilverglasten Aussichtsplattform mit Sitzbänken.  Die Sportlichen können auch 1097 Stufen erklimmen. ( http://www.maintower.de )

Der gesamte Ausflug ist für Kinder geeignet. 

Jägersburger Wald – Steinkreuz von 1618

Der Jägersburger Wald ist ein hessisches Waldgebiet im Ried zwischen Groß-Rohrheim, Langwaden, Fehlheim, Schwanheim, Einhausen, Hähnlein und Gernsheim und sehr geschichtsträchtig. Zuerst beschäftige ich mich mit dem Steinkreuz von 1613.

Dieses Sandstein-Kreuz (der rechte Kreuzbalken fehlt und die Verwitterung ist weit vorangeschritten) markiert die Stelle an dem ein Mann 1613 zu Tode kam. Es ist durch einen kleinen Zaun geschützt.  Um die Inschrift besser lesen zu können, habe ich den Stein mit Kreide bemalt und diese dann verwischt.

Steinkreuz im Jägersburger Wald

 

 

 

 

 

 

 

Inschrift lautet:  1613 DEN 15 APRIL IS(t) WENDEL DANTMA …HRHEIM AN DIESEM OR(t) … N  UNWISSENT WIE ER V…/ SEEL GOT GNA(d) // MILLE MODIS (LE)THI MISEROS/  (MORS) VNA (FAT) IGAT.

Übersetzung: Mit tausend Todesarten sucht der eine Tod die Unglücklichen heim. (lt.: http://www.inschriften.net/zeige/suchergebnis/treffer/nr/di038-0217.html#content )

Standort: Im Wald an der Straße zwischen Langwaden und Jägersburg (Groß-Rohrheim) an der L 3261. Von Langwaden kommend rechts auf dem Parkplatz „Küchengarten“ (ein Weg vor dem Wasserwerk)  parken. Die L 3261 überqueren und links in die Kreuzschneise hinein (an einem Baum hängt ein Schild  Kreuzschneise). Nach ca. 60m steht rechts das Steinkreuz.

Seeheim-Naturdenkmal & Gedenkstätte, Sanddüne, Hirsche

Ein Fahrradausflug , um das hessische Seeheim-Jugenheim herum führte mich zu einem Naturdenkmal (Sanddüne) und zu einer Art Gedenkstätte für zwei verendete Hirsche.

In der Nähe der Straßenkreuzung (B 3/ L 3303 – nördlich in Richtung Darmstadt, westlich vom Schuldorf und südlich vom Pferdestall) befindet sich das Naturdenkmal der Seeheimer Düne.

Das Hinweisschild ist leider nicht mehr so intakt und man findet es nur durch Zufall. Man muss zu diesem Zweck vom vielbesuchten Feldweg (westlich vom Seeheimer Teich) in einen eher unscheinbaren Weg in Richtung Straße (B3)  abbiegen.

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Die Seeheimer Düne ist als Natura 2000-Gebiet geschützt. Das kleine Dünenfragment weist artenreiche Bestände von Haar-Pfriemgras, Silberscharte und Zwerg-Sonnenröschen aus. Eine angepasste Beweidung durch Esel und Schafe soll die Fläche dauerhaft erhalten. Ich habe dort noch nie diese Tiere gesehen….

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg entstanden diese Sandgebiete vor ca. 10.000 Jahren- Der Rhein lagerte hier Material aus den Alpen ab und ließ Binnendünenbiotope entstehen. Die Reste davon sind mit ihrer Artenvielfalt von überregionaler Bedeutung!

Weiter geht´s – den Feldweg  folgend in Richtung Straße. Vorsicht beim Überqueren der Straße! Am besten nutzt man die linksliegende Ampel. Dort Straße in Richtung Autobahn (A5) / Richtung Pfungstadt kurz entlang fahren. Bei der 1. Möglichkeit nach rechts unten abbiegen. Diesem Feldweg unterhalb der Straße nach Pfungstadt folgen und den 2. Weg (Waldweg) rechts abbiegen. Leichte Steigung und dann an der „T-Kreuzung“ nach links. Nach ein paar Metern kommt man zu einer Art Gedenkstätte, die schon ziemlich ramponiert aussieht!

dscf9138An dieser Stelle verkeilten sich zwei Hirsche mit ihrem Geweih ineinander und starben dort. Der Text zu diesem Ereignis  am 21. August 1756 steht im unteren vergitterten Teil und ist in Reimform verfasst. Oben drüber (ebenfalls vergittert) befand sich ein Gemälde, dass jedoch im Laufe der Zeit nahezu gänzlich verblichen ist.

Heute gibt es  noch eine Bank zum Ausruhen.

Wann die Anlage entstanden ist und wer sie initiiert hat, wäre spannend zu wissen!

Der Sterbeort der Hirsche heißt „Tabaksacker“ und die Umgebung „In der Eisengrube“ . Von beiden früheren Wirtschaftsformen ist heute nichts mehr zu sehen. Heute ist da nur Kiefern- und Laubwald.

Die Tour ist für Kinder geeignet.

London (GB) – Restauranttip

Das Restaurant mit Bar befindet sich in der Nähe der U-Bahnstation „Southwark“ (ca. 10 min zu Fuß) und quasi in der Verlängerung zur Millenium Bridge hinter der ´Tate Modern ´ .  Bei dämmriger Beleuchtung (abends) kann man sehr lecker essen. Achtet einmal auf die Stühle! Es ist ein munterer Stuhl-Mix.

http://drakeandmorgan.co.uk/the-refinery-bankside/

 

100 Jahre Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) & Kulturmanager in der Bukowina

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Lang ist´s her – meine Zeit mit dem ifa als Kulturassistentin, heute nennt man die gleiche Stellenbeschreibung „Kulturmanager“, eine sprachliche Aufwertung. Ich war in Rumänien, genauer gesagt im Nordosten des Landes, im Bezirk Suceava. Die Region umfasst den Südteil der historischen Region: Bukowina/Buchenland. Die Bukowina war das östlichste Kronland der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und bestand  1774-1918 mit den Amtssprachen Deutsch und Rumänisch. Danach wurde der Südteil Rumänisch und der Nordteil Ukrainisch (Czernowitz).Die Region war und ist eine multikultiges Sammelsurium an Ethnien und Religionen.

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Itzkany, Gebäude aus der k.und k. Zeit

Der Bezirk Suceava ist ziemlich  groß- reicht von den Karpaten bis zum „Flachland“ der Flüsse  Suceava und Siret. Letzterer mündet rund 400 km später ins Schwarze Meer.

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Blick von Luisenthal gen Pozoritta

Die Deutsche Minderheit in Rumänien hat sich in Regionalforen und Unterforen organisiert, um ihre Kultur zu bewahren, Sprachkurse anzubieten und vielem mehr. Mein damaliges Aufgabengebiet umfasste die unterschiedlichsten Facetten von  Kulturarbeit vom Kindergartenkind bis zum Senior beim Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien – Regionalforum Buchenland. Die Untergruppen (Deutsche Foren) des Regionalforums  bestehen in folgenden Orten (dt./rum. Name): Suczawa/Suceava, Radautz/Radauti, Sereth/Siret, Gura Humora/Gura Humorului, Kimpolung/ Campulung Moldovenesc, Watra Moldwitza/Vatra Moldovita und Dorna Watra/Vatra Dornei. Nähere Infos:  http://www.fdgr.ro/de/

Es war eine ganz schöne Autofahrerei von Suczawa/Suceava bis zum Deutschen Forum in Dorna Watra/Vatra Dornei (ca. 100km Landstraße =2 Stunden einfach), aber landschaftlich wunderschön!

Ich finde es immer angenehm zu wissen, wenn ich in Rumänien unterwegs bin, dass es diese Foren im Lande verstreut gibt und, dass man dort im wirklichen Notfall Hilfe und Rat oder ein nettes Schwätzchen in meiner Sprache (er-)halten kann. Hilfe und Rat, nur in Notfällen, man sollte die Gastfreundschaft nicht ausnutzen!

Belgische Bierkultur ist immaterielles UNESCO-Welterbe — freizeitundco

UNESCO würdigt Tradition und Vielfalt der Bierkultur Das belgische Bier gehört ab sofort zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat der zuständige Ausschuss der UNESCO nach seiner Sitzung am Mittwoch, 30.

über Belgische Bierkultur ist immaterielles UNESCO-Welterbe — freizeitundco

Ich bin zwar  kein Biertrinker, aber ich verbinde Belgien eher mit Schokolade. Kennt jemand belgische Biersorten?