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Gospels des Efatha Chores aus Tansania – Konzerte

Der aus Tansania stammende Gospelchor „Efatha Choir“ der Moravian Church (Herrenhuter Brüdergemeinde) gibt noch zwei Konzerte im evangelischen Dekanat Bergstraße (Hessen).

Der vor ein paar Jahren gegründete Chor in der Uhuru Gemeinde in Dar Es Salaam ist mittlerweile in ganz Tansania bekannt und begeisterte bereits 2015 beim evangelischen Kirchtag in Stuttgart rund 2000 Zuhörer. Auch beim gestrigen Konzert in der vollbesetzten evang. Kirche in Alsbach tanzten die Zuhörer zur lebensfrohen Musik. Der Chor wird musikalischen u.a. von Gitarren, Trommeln, Rasseln und Schlagzeug begleitet. Die Konzerte sind eigentlich ein Ausschnitt aus einem musikalischen Gottesdienst. Die Lieder werden kurz auf Englisch vorgestellt, da in der Landessprache „Swahili“ gesungen wird.

Noch kurz zur Einordnung: Tansania liegt in Ostafrika. Im Norden grenzt das Land an den Viktoriasee und im Nordwesten liegt die Serengeti, einer der bekanntesten Nationalparks in Afrika.

Konzerte:

13.12.2017 in der Freien evang. Gemeinde um 19 Uhr in Seeheim-Jugenheim, Am Bahnhof 1

Finale zusammen mit dem Rimbacher Gospelchor 

16.12. & 17.12.2017 jeweils 17.30 Uhr in der evang. Kirche Rimbach, Staatsstraße 2-4.

Eintritt jeweils frei, CDs und DVDs sind für 10-15 EUR zu kaufen

 

 

 

 

Musik Martin Luthers mit Drehleier- Ensemble „Wildwuchs

Das Ensemble „Wildwuchs“ spielt seit rund 20 Jahren traditionelle europäische Musik, meistens aus der Renaissance und dem Mittelalter. Das Konzert am 15.9.2017 in der evangelischen Kirche in Alsbach (Hessen) um 20 Uhr widmet sich den Stücken Martin Luthers, die eine Verbindung zum Volkslied der damaligen Zeit aufweisen.

Musiziert wird mit einem breiten Instrumentenrepertoire  wie Cornamusas (ähnelt Krummhörnern), Schalmeien, Percussion, Renaissanceflöten, Dudelsäcken sowie Harfen, Drehleiern und Zimbeln. Den Zuhörern wird ein besonderes Hörerlebnis auch mit dreistimmigem  A-capella-Gesang geboten.

Immer wieder schön, Ihnen zu zuhören!

Veranstaltung :

15. September 2017  evangelische Kirche in  der Kirchstr. in 64665 Alsbach-Hähnlein,

20 – ca. 21.30 Uhr Eintritt frei, Spenden willkommen.

Tipp: frühzeitiges Erscheinen, die Kirche ist in der Regel, wenn Knud Seckel gastiert, voll!

http://wildwuchs.de

Zur Info, ein anderes Konzert des Ensembles „Wildwuchs“ mit „Sefardischer Musik“ auf youtube.com (links: Knud Seckel, Mitte: Tobias Witzlau, rechts:  Thomas Zeuner)

 

Alsbach: Tag des offenen Denkmals 10.9.2017 & Friedhofsführung in Alsbach

Am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag 10.9.2017 hat das Museum Alsbach-Hähnlein von 11-17 Uhr geöffnet.
Neues gibt es zu Entdecken:
Das restaurierte „Frischauf“-Saalrad glänzt als Attraktion der neuen Ausstellung zum Arbeiterradsportvereins „Solidarität“ Hähnlein. Solidaritäts-Accessoires, Räder und Radscheinwerfer der Zeit erklären die Zusammenhänge.
In der archäologischen Abteilung verdeutlichen diverse keramische Funde (u.a. Nischenofenkacheln als Dieburger Ware) rund um den „Weilerhügel“ das Alltagsleben auf der Niederungsburg, die als Modell ebenso zu sehen ist.
Im Zuge der Neugestaltung der „Alsbacher Wand“ wurde auch die Abteilung zu „Juden in Alsbach und Hähnlein“ überarbeitet.
Aktionen an diesem besonderen Tag:
Museumsrallyes für Kinder mit dem Maskottchen „Zieglinde“.
Kulturgeschichtliche Führung über den größten jüdischen Landfriedhof Hessens in Alsbach, Treffpunkt 14 Uhr am Nordtor, Dauer ca. 2 Stunden, gutes Schuhwerk erforderlich, Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung zu tragen.
Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Größter jüdischer Landfriedhof Hessens – Führung

Der größte jüdische Landfriedhof Hessens mit rund 2100 erhaltenen Grabsteinen befindet sich in Alsbach an der Bergstraße und ist 401 Jahre alt. Ich biete für den Museumsverein Alsbach-Hähnlein am Sonntag 07.5.2017 um 13.30 Uhr eine Friedhofsführung an. Die kulturgeschichtliche Führung stellt den Friedhof mitsamt seiner Geschichte und Bestattungskultur in den Mittelpunkt. Ebenso wird erläutert, wie man sich selbstständig, auch ohne hebräische Sprachkenntnisse, einen jüdischen Friedhof erschließen kann.

Die Führung dauert ca. 1,5 Std. und Treffpunkt ist am Nordtor. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.Eintritt frei, Spenden willkommen

Veranstaltungsort: Friedhof liegt an der Kreuzung B 3 Abzweigung L 3112, Parkplätze am Einkaufszentrum „Pfarrtanne“

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Jüdischer Friedhof Alsbach

Im Anschluss besteht die Möglichkeit das Museum zu besuchen und sich u.a. über die ehemalige jüdische Gemeinde Alsbach-Hähnleins zu informieren. Das Museum hat jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr geöffnet, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de  Eintritt frei, Spenden willkommen.

 

Alsbach – Inschriften evang. Kirche

Die evangelische Kirche in Alsbach an der  Bergstraße hat einige interessante Inschriften im Außen- und Innenbereich.

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ev. Kirche Alsbach, Türbogeninschrift (außen), 2015

 

Am äußeren Türbogen der ersten Tür links auf der Nordseite (nicht der Haupteingang) sehen wir eine leider schon arg verwitterte  Inschrift, halbwegs zu entziffern ist: „AN(N)O 1571 30 AVG(VSTI) IO(HANNES) MEVRER KE….“

Der Keller  für das Amt Bickenbach (Johannes Meurer)  ist 1571-1595 auf dem Alsbacher Schloss nachweisbar. Es müssen der Inschrift nach 1571 Umbauten an der Kirche vollzogen worden sein und er als Keller hatte die Bauaufsicht inne. Weitere Baumaßnahmen erfolgten 1604.

nähere Infos: http://www.inschriften.net

 

Alsbach-Darmstadt -Straßenbahn Impressionen

Einmal die hessische Bergstraße aus einer anderen Perspektive – als Mitfahrer einer Straßenbahn. Die Linien 8 und 6 verkehren auf der Strecke Alsbach – Darmstadt/Arheiligen.

Ich fand dieses Video auf youtube. Der jungeStraßenbahnfreak“ (mit der roten Straßenbahn) befährt die Darmstädter Linien.

Bei weiterem Interesse:  https://www.youtube.com/channel/UCT4UVJchpRZWC-oFPAfwphw

Verlängerung -Ausstellung größter jüdischer Landfriedhof Hessens

Sonderausstellung "400 Jahre jüdi. Friedhof Alsbach" im Museum Alsbach-Hähnlein

Sonderausstellung „400 Jahre jüd. Friedhof Alsbach“ im Museum Alsbach-Hähnlein

Verlängerung! Die Sonderausstellung „400 Jahre jüdischer Friedhof Alsbach – BEWAHREN-GEDENKEN-ERINNERN“ wird aufgrund der großen Nachfrage bis zum 27.11.2016 verlängert.

Bereits rund 650 Besucher aus nah und fern informierten sich seit Mai 2016 über den Alsbacher Friedhof. Es befinden sich dort noch 2124 Grabsteine , jedoch wird er seit  1948 nicht mehr belegt. Er gilt als der größte jüdische Landfriedhof Hessens!  Die Sonderausstellung im Museum Alsbach-Hähnlein befasst sich mit den Themen Bestattungspraktiken, Trauerrituale und Erinnerungskultur. Den Ausstellungsmachern Rieskamp und Hoppe war es wichtig, nach Möglichkeit die Bestattungskultur für den Belegungszeitraum (17.-20. Jahrhundert) darzustellen.  Informationen zur Friedhofsgeschichte und zu Gestaltungsmerkmalen von  Grabsteinen werden ebenfalls gezeigt.

Ein besonderes Highlight ist eine beindruckende Fotografie des Silberpokals der Alsbacher Beerdigungsbruderschaft von 1732, die die William Gross Family Collection (Tel Aviv) zur Verfügung stellte.  Leihgaben der Jüdischen Gemeinde Darmstadts (Bahrtuch und Sterbekleidung des Leichnams) und Faksimilies des Jüdischen  Museums Berlins runden die Ausstellung ab.

Zudem kann man das Buch zum Friedhof von Dr. Heinemann und Frau Wiesner zu einem Sonderpreis erwerben. Es erläutert umfassend die Friedhofsgeschichte, Judentum in einzelnen Gemeinden und ist eine super Quelle für jeden Familienforscher und Lokal-/Regionalhistoriker.

Führungen über den Friedhof nach Vereinbarung.

Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36 in 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de  

Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr sowie nach Vereinbarung  (bei mir hier im Blog oder museum-alsbach-haehnlein@unitybox.de)

Eintritt frei, Spenden willkommen

Vortrag: größter jüdischer Landfriedhof Hessens

Zur Sonderausstellung „400 Jahre Jüdischer Friedhof Alsbach – BEWAHREN – ERINNERN – GEDENKEN“

VORTRAG

Dr. Hartmut Heinemann (Kommission der Geschichte der Juden in Hessen)

„Der jüdische Friedhof in Alsbach. Ein herausragendes Beispiel jüdischer Kultur in Hessen.“

Mittwoch, 08.6.2016 um 19.30 Uhr in der „Alten Schule“, Gernsheimer Str. 31 in Alsbach-Hähnlein

Sonderausstellung geöffnet:

jeden Sonntag bis 17.7. danach bis zum 02.10.2016

jeden 1. Sonntag im Monat jeweils 13.30 – 17 Uhr

oder nach Vereinbarung unter 06257-5389 oder 06257-5623

www.museum-alsbach-haehnlein.de     Eintritt frei

Alsbach – 400 Jahre jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof Alsbach

Jüdischer Friedhof Alsbach

Der Alsbacher Friedhof ist der größte jüdische Landfriedhof in Hessen. Er fungierte als eine Art Sammelfriedhof, denn hier wurden Juden aus 32 umliegenden Städten und Dörfern bestattet. Man zählt heute 2.124 Grabsteine, die noch relativ gut erhalten sind, wenn auch die Zerstörungen und Verwitterung den Steinen sichtbar zugesetzt haben.

Es dürften wohl schon vor 1616 auf diesem Gelände Juden bestattet worden sein. Das Friedhofsgelände wurde mehrmals erweitert. Die Verwüstung der Anlage durch die SA, im November 1938, hatte vor allem zum Ziel, das markante Eingangsgebäude mit einem Andachtsraum und insbesondere das von Beginn an dort geführte Totenregister vollständig zu zerstören. Die letzte Beerdigung fand 1948 statt, seitdem wird die Anlage nicht mehr genutzt.

Ein paar Detailinformationen:

Der erste offizielle Nachweis über die „Absteinung“, d.h. die Vermessung der Friedhofsanlage stammt aus dem Jahre 1616. Aufgrund der antijüdischen Ausschreitungen sowohl in Frankfurt (1612-14 Fettmilch-Aufstand) als auch in Worms (1614) flohen viele Juden und ließen sich im hessischen Ried sowie an der Bergstraße nieder. Darunter befand sich auch der berühmte Rabbiner Samuel Bacharach aus Worms, der 1615 in Gernsheim verstarb und in Alsbach beerdigt wurde. Der Originalgrabstein ist leider nicht erhalten geblieben, dafür steht jedoch noch der Gedenkstein, den wohl sein Urenkel Sanwil Bacharach (Gemeindevorsteher in Darmstadt & Gründungsmitglied der hess. Beerdigungsbruderschaft) um 1730 gesetzt hat.

Auf dem Friedhof befinden sich viele Gräber lokal- und regional bedeutender Persönlichkeiten, kraft ihres Amtes in den jüdischen Gemeinden oder im öffentlichen Leben.

 

Jüdischer Friedhof Alsbach

Jüdischer Friedhof Alsbach

Das Museum Alsbach-Hähnlein präsentiert eine Sonderausstellung bis 02.10.2016 zum Thema „400 Jahre jüdischer Friedhof in Alsbach, 1616 – 2016 – BEWAHREN, ERINNERN, GEDENKEN“.

Die Ausstellung wird neben der Friedhofsgeschichte auch volkskundlich betrachtet über jüdisches Totengedenken, Bestattungswesen und –brauchtum zur Belegungszeit des Friedhofs informieren.

Anhand von Faksimiles des 18./19. Jahrhundert des Jüdischen Museums Berlins, vereinzelten Hinweisen und eines herausragenden Buches des Leo-Baeck-Institutes New York von 1894, in dem sehr detailreich auf das Bestattungswesen eingegangen wird, war es möglich, einen Einblick in das 19. Jahrhundert zu geben.

In der Ausstellung werden an den Wänden Großfotos verschiedener Grabsteine von Alsbacher und Hähnleiner Juden gezeigt. Zugeordnet werden auch einige Grabsteine aus anderen Orten, um ein anschauliches Gesamtbild zu erreichen. In der Mitte des Ausstellungsraumes wird eine Installation aufgebaut sein, die an die Zerstörungen konkret erinnern soll.

Museum Alsbach Hähnlein, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Ö-Zeiten: 22.5.2016 11-17 Uhr und jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr oder nach Vereinbarung