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ehemaliges Schifffahrtszeichen auf Wangerooge

Im Osten der ostfriesischen Insel Wangerooge in der Nordsee befand sich bis 2013 ein Schifffahrtszeichen – die Ostbake. Sie war als kardinales Schifffahrtszeichen als sogenanntes Südkardinaltoppzeichen errichtet worden, um vor Hindernissen oder Untiefen zu warnen.

Die ursprüngliche Bake wurde 1865 ebenfalls im Osten der Insel gebaut. Schiffsbrüchige nutzten sie auch als Fluchtpunkt. Mehrere Sturmfluten beschädigten das Bauwerk immer wieder und es wurde stets erneut errichtet. Zuletzt 1909. Dieses Mal erweiterte man die Bake um Unterkunftsbaracken für Wasserbauarbeiten.

In den beiden Weltkriegen lebten dort Soldaten. Ab 1947 nutzte und modernisierte das Kindererholungsheim Bünder Volks- und Mittelschule e.V. die Unterkünfte. Im Jahre 1990 erfolgte schlussendlich der Rückbau der Baracke und 1999 stellte man die Ostbake unter Denkmalschutz (siehe Beitragsbild (Foto der dort stehenden Infotafel)). Das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven stellte 2012 irreparable Schäden an der Holzkonstruktion aufgrund der Witterung fest und ließ 2013 die Ostbake abbauen.

Heute kann man bei Ebbe zwischen Ostbake, ehemaligen Schifffahrtsanleger und ehemaliger Inselbahnstrecke umher wandern.

Wangerooge im Osten Reste ehemaliger Schiffsanleger und Bahndamm

 

 

Wangerooge, ehemalige Ostbake & Schiffsanleger

Weimar – Ehemalige Bahn zum KZ-Buchenwald

Bevor die Buchenwaldbahn gebaut wurde, gingen die im Bahnhof Weimar ankommenden Häftlinge zu Fuß durch die Stadt zum Konzentrationslager Buchenwald.

Gedenktafel neben Bahnsteigunterführung, 2016

Die im Frühjahr 1943 errichtete zehn Kilometer lange Anschlussbahnlinie zwischen Weimar-Schöndorf und Buchenwald  bauten KZ-Häftlinge innerhalb drei Monate unter widrigsten Bedingungen per Hand. Die Buchenwaldbahn diente zuerst der Versorgung des nahegelegenen Rüstungswerks (Gustloff Werk II).  Doch bald transportierte man 100.000e Häftlinge aus ganz Europa in teilweise offenen Güterwaggons zum KZ. Danach erfolgte vielfach der Weitertransport zur Zwangsarbeit in eines der Außenlager. Ferner deportierte man von hier auch kranke Häftlinge und Kinder zur Ermordung nach Auschwitz.  Nach Räumung der Lager im Osten durch die SS, kamen Massentransporte in Buchenwald an. Viele der Häftlinge überlebten bereits die Fahrt mit der Bahn nicht.

Die Initiativgruppe „Gedenkweg Buchenwaldbahn“ legte 2007 auf der ehemaligen Trasse einen von Bäumen und Sträuchern freigelegten 3,5km langen Gedenkweg an. Hier erlangt der Interessierte aktiv einen neuen Zugang zur Gedenkstätte.

zugewachsener Bahndamm der Buchenwaldbahn im nahegelegenen Wald der Jugendherberge „Am Ettersberg“. Die Trassenführung kann man noch gut erahnen.

nähere Informationen:

http://www.gedenksteine-buchenwaldbahn.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Weimar–Buchenwald

http://www.buchenwald.de/69/

 

Alsbach-Darmstadt -Straßenbahn Impressionen

Einmal die hessische Bergstraße aus einer anderen Perspektive – als Mitfahrer einer Straßenbahn. Die Linien 8 und 6 verkehren auf der Strecke Alsbach – Darmstadt/Arheiligen.

Ich fand dieses Video auf youtube. Der jungeStraßenbahnfreak“ (mit der roten Straßenbahn) befährt die Darmstädter Linien.

Bei weiterem Interesse:  https://www.youtube.com/channel/UCT4UVJchpRZWC-oFPAfwphw

Interlaken (CH) – Bistro zwischen Bahnhof Ost und Schiffsanlegestelle

Interlaken in der Schweiz. Mein Aufenthalt am Bahnhof Ost betrug 1 Stunde – was tun? Die Stadt ist ein bisschen entfernt, da hätte ich Bahnhof West aussteigen müssen.

Der eine Ausgang führte mich auf den Bahnhofsvorplatz mit kleinem Supermarkt und Unmengen an asiatischen Touristen, da unmittelbar dort ein Juweliergeschäft für speziell diese Kundschaft liegt. Dieses Geschäft erinnerte mich stark an Heidelberg, wo es auch besagte Touristenshops gibt, die u.a T-Shirts mit Heidelberg Schriftzug und und Alphornbläsern verkaufen!!!! Man bedenke, dass Heidelberg im nördlichen Baden-Württemberg und am Neckar liegt.

 

Interlaken, Bistro Pistache

Interlaken, Bistro Pistache

Der andere Ausgang in Richtung Schiffsanlegestelle (Rundfahrten)  führte mich direkt (2 Minuten) zu einem Bistro, von dem ich gar nicht mehr weg wollte. Im „Häuschen“ zum Schiffsticketskauf befindet sich auf der Rückseite der  Hauptpunkt des Bistros (Selbstbedienung). Es ist wohl nur in der wärmeren Jahreszeit geöffnet, da es keinen Innenraum hat.

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Interlaken, Bahnhof Ost, Bistro Pistache

Man kann wählen zwischen klassischen Stühlen mit Tischen im überdachten Teil  und im offenen Bereich zwischen Liegestühlen und Strandkörben mit Kissen – super bequem. Man sitzt also, bei leckeren Kakao (mit Milch)  und Cookies (das war meine Wahl)   oder Eis, … zwischen Bahnhof und Wasser/Schiffsanlegeplatz. Es gibt auch einen kleinen Kinderspielplatz zum Bistro gehörend.

Ort: Interlaken (Schweiz), Lanzenen 5, http://www.pistache-bistro.ch

 

„Eisenbahn spielen“ – neues Buch

Eine Neuerscheinung, die meines Erachtens längst überfällig war! Peter F. N. Hörz (Hg.) Eisenbahn Spielen! Populäre Aneignungen und Inszenierungen des Schienenverkehrs in großen und kleinen Maßstäben Göttinger Studien zur Kulturanthropologie/Europäischen Ethnologie (KAEE) Bd. 3. Göttingen 2016 Softcover, 17×24 cm, 232 Seiten, ISBN: 978-3-86395-214-3, EUR 24,00. Weitere Informationen und kostenloser Download des Buches als PDF finden Sie unter:http://univerlag.uni-goettingen.de/handle/3/isbn-978-3-86395-214-3

Zum Inhalt: (lt. Ingrid Helmold, Universität Göttingen, Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie)

Gemessen an Transportleistungen und Motorisierungsgrad ist Deutschland eigentlich ein Autoland. Dass Deutschland aber auch ein Eisenbahnland ist, zeigt die Leidenschaft, mit der Lokomotivführer-Streiks und Pünktlichkeitsquoten von Zügen öffentlich diskutiert werden. Und vielen liegt die Bahn auch im wahren Wortsinn am Herzen – als nostalgisches Transportmittel von Geschichte und Geschichten, als Spielzeug, Freizeitbeschäftigung und Interessengebiet.

Anhand ausgewählter Beispiele setzt sich »Eisenbahn Spielen« aus ethnografisch-kulturwissenschaftlicher Perspektive mit Aneignungen und Inszenierungen des Schienentransports in populären Kontexten auseinander. Gefragt wird nach dem kindlichen Eisenbahnspiel, nach der Präsentation der Eisenbahn im Museum, nach der Erinnerung an längst demontierte Gleise und nach männlicher Hegemonie im Eisenbahnverein. Vorgestellt werden ein interkulturelles Modellbahn-Bastelprojekt und ein Stück heile Männerwelt, das rund um eine Feldbahnanlage entstanden ist. Und es wird ganz grundsätzlich überlegt, in welchem Verhältnis die Eisenbahn zum schaffenden und spielenden Menschen steht und wie sich die populäre Begeisterung für Schienenverkehrsmittel erklären lässt.

Inhaltsverzeichnis:

Peter F. N. Hörz: Eisenbahn Spielen! Eine Einführung

Bernd Rieken: Eisenbahn und Modelleisenbahn: Homo faber trifft Homo ludens

Charlotte Kalla: Spur und Spiel: Die Eisenbahn als Spielzeug im 19. und 20. Jahrhundert

Elisabeth Müller: Aufgeschnitten, bewegt, in Szene gesetzt: Eisenbahnmodelle im Museum

Anne Schäfer: Die Kleinbahn im Kopf: Erinnerungen zwischen Göttingen und Duderstadt

Peter F. N. Hörz/Susanne Klenke: Sehnsuchtsorte: Eisenbahnlandschaften in kleinen Maßstäben

Margaux Jeanne Erdmann: Wenn die Modelleisenbahn zur Modell-Eisenbahn wird: Männlichke Idyllvorstellungen im Maßstab 1:1

Johanna Marie Elle: Interkulturelle Inzsenierungen auf der Pressspanplatte: Modelleisenbahnbastelei als Integrationsprojekt

Laura Stonies: „Unsere Frauen kümmern sich dann eher um das leibliche Wohl…“ Hegemoniale Männlichkeit im Eisenbahnverein

Manfred Seifert: Wellenreiter im Alternativformat: Zu Strukturen und Perspektiven der aktuellen Eisenbahnbegeisterung

 

 

Bahnhöfe und Eisenbahn in der Bukowina

Bahnhöfe und Eisenbahn in der rumänischen Bukowina. Eine rumänische TV-Produktion, die sehr schön die ehemalige österreichisch-habsburgerische Bahnhofsarchitektur sowie auch neuzeitliche rumänische Einflüsse zeigt. Zu Wort kommen auch Denkmalpfleger.

Die Bukowina, unterstand 1774-1918 der Österreichischen Monarchie (Habsburger) und kam danach mit dem Südteil zu Rumänien und mit dem Nordteil zur heutigen Ukraine. Die Region, die der Film behandelt ist der heutige Bezirk Suceava.

Die Strecke Vatra Dornei bis Suceava-Nord bin ich vor ca. 14 Jahren einmal gefahren. Die Zugstrecke verläuft vielfach  in der Nähe der Autostraße bzw. man sieht sie von weitem. 2002/3 waren die Übergänge für die Autos noch sehr rumpelig. Ich dachte stets: „die armen Stoßdämpfer.“ Ein paar Jahre später waren sie teilweise angeglichen.

Für diejenigen Leser, die kein Rumänisch können, sei gesagt, dass auch der Film ohne Sprache sehr schön und eindrucksvoll ist. Im Übrigen ist Rumänisch eine romanische Sprache und wer intensiv zuhört, kann das ein oder andere evtl. sogar verstehen.

http://www.tvrplus.ro/editie-gari-de-poveste-392755    (ziemlich viel Werbung vor dem Film…)