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Suceava (RO) – Simion Florea Marian-Haus mit deutscher Bibliothek

Kaum bekannt ist, dass im Norden Rumäniens, in der Bukowina, im Haus des rumänischen Dichters Simion Florea Marian eine umfangreiche deutschsprachige Sammlung von Büchern, Zeitschriften etc. gibt! Ein Genuss für jeden Lokal-und Regionalforscher! Neben 100jährigen Bukowina Hauskalendern (Kalender mit Infos zur Region & Geschichten) stehen dem Besucher vielfältige Bücher zu Romanen, Märchen, … zur Verfügung. Es gibt natürlich auch eine Mannigfaltigkeit von rumänischer Literatur. Die Werke sind nur per Zettelkatalog zu recherchieren und es handelt sich um eine Präsenzbibliothek. In der geheizten Küche, aber auch nur dort ist geheizt!) kann man lesen und sich Notizen machen. In den wärmeren Monaten steht für die Pause auch eine kleine lauschige Veranda mit Blick auf den Blumengarten zur  Verfügung.    Das Gedenkhaus ist auch allgemein zur Besichtigung offen.

Wer war Simion Florea Marian? Warum gibt es dort deutsche Bücher?

Er lebte 1847-1907 und in dieser Zeit gehörte die Bukowina zu Österreich-Ungarn. Eine der Amtssprachen war deutsch.  Marian war ein rumänischer Volkskundler und Ethnograph, der rumänische Volksgruppe in der Bukowina erforschte.

http://muzeulbucovinei.ro/casa-memoriala-simion-florea-marian/

Kurzfassung auf Deutsch Kontaktdaten und Öffnungzeiten:

Casa Memoriala S.Fl. Marian, Aleea S. Fl. Marian nr. 2a, Suceava, email: memoriala@muzeulbucovinei.ro

Ö-Zeit: Besichtigung gegen Entgelt Mo-Fr 9-15 Uhr; Recherche Mo-Do 10-13 Uhr

Im Stadtmuseum gibt es deutschsprachige Dolmetscher, die dem Forscher bei Bedarf helfen bzw. einweisen.

Im DFG-Projekt GeoPortOst wurde ein Set von mehr als 900 in Forschungsliteratur in versteckten Karten digitalisiert und zur Georeferenzierung online gestellt.

„Die Sammlung beinhaltet thematische Karten zur Geschichte, zu territorialen Veränderungen sowie zu sozio-ökonomischen Relationen in Ost- und Südosteuropa sowie in geringerem Umfang zu Mitteleuropa. In ihrer Vielfalt bietet sie einen Überblick über die „Macht der
Raumkonzepte“ für eine Region, die immer wieder neu konstruiert und mythisiert wurde.

Da die meisten Karten keine kartografischen Angaben enthalten, ist eine Georeferenzierung unerlässlich. Unter Georeferenzierung wird die eindeutige Zuordnung eines Ortes zu seiner Position auf der Erdoberfläche verstanden. Dadurch wird es möglich, alte Karten als Overlay auf moderne Grundkarten zu projizieren, sie zu vergleichen und auf ihre Genauigkeit zu überprüfen.

Der Prozess der Georeferenzierung selbst erfolgt über das intuitiv bedienbare Webtool Georeferencer und verlangt keine technischen Vorkenntnisse. Dabei wird ein eindeutig identifizierbarer Ort auf der historischen Karte als Referenzpunkt ausgewählt und seine Lage auf der modernen Karte per Mausklick markiert. Durch diesen Vorgang werden die
Koordinaten für die historische Karte ermittelt.

Die Georeferenzierung basiert auf freiwilliger Beteiligung und steht allen kartenaffinen und ost- bzw. südosteuropainteressierten Personen offen. Erst durch das Engagement der Öffentlichkeit können die Karten verortet und nachnutzbar zur Verfügung gestellt werden.

Das Versprechen des Projekts besteht darin, die vielschichtige Landschaft ost- und südosteuropäischer Raumbilder en détail und im Wandel der Zeit zu entdecken. Von besonderer Attraktivität sind dabei gerade knifflige Karten, die heute verschwundene Städte, historische Ortsnamen und veränderte Raumstrukturen verzeichnen. Hier verlangt die Suche detektivischen Spürsinn und wird leicht zu einer Art „Kartenspiel“ mit
hohem Suchtfaktor.

Entdeckt Ost- und Südosteuropa auf alten Karten und helft mit, unsere digitale Sammlung zu verorten! Euer Beitrag wird durch Punktvergabe honoriert und den Top-Beiträgern winkt ein Dankeschön.

Projektseite: http://geoportost.ios-regensburg.de/
Georeferenzierung: http://geoportost.georeferencer.com/random
Kontakt: geoportost@ios-regensburg.de

Zudem möchte ich auf die biografischen Datenbanken des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung hinweisen: In der Amburger-Datenbank sind etwa 100.000 Datensätze zu Ausländern im vorrevolutionären Russland (http://dokumente.ios-regensburg.de/amburger) recherchierbar. Das BioLexSOE online (http://biolex.ios-regensburg.de) ist die elektronische Version des vierbändigen Biographischen Lexikons zur Geschichte Südosteuropas, das zwischen 1974 bis 1981 erschienen ist.“

Angaben lt.: Tillmann Tegeler, 93049 Regensburg, Deutschland

Bahnhöfe und Eisenbahn in der Bukowina

Bahnhöfe und Eisenbahn in der rumänischen Bukowina. Eine rumänische TV-Produktion, die sehr schön die ehemalige österreichisch-habsburgerische Bahnhofsarchitektur sowie auch neuzeitliche rumänische Einflüsse zeigt. Zu Wort kommen auch Denkmalpfleger.

Die Bukowina, unterstand 1774-1918 der Österreichischen Monarchie (Habsburger) und kam danach mit dem Südteil zu Rumänien und mit dem Nordteil zur heutigen Ukraine. Die Region, die der Film behandelt ist der heutige Bezirk Suceava.

Die Strecke Vatra Dornei bis Suceava-Nord bin ich vor ca. 14 Jahren einmal gefahren. Die Zugstrecke verläuft vielfach  in der Nähe der Autostraße bzw. man sieht sie von weitem. 2002/3 waren die Übergänge für die Autos noch sehr rumpelig. Ich dachte stets: „die armen Stoßdämpfer.“ Ein paar Jahre später waren sie teilweise angeglichen.

Für diejenigen Leser, die kein Rumänisch können, sei gesagt, dass auch der Film ohne Sprache sehr schön und eindrucksvoll ist. Im Übrigen ist Rumänisch eine romanische Sprache und wer intensiv zuhört, kann das ein oder andere evtl. sogar verstehen.

http://www.tvrplus.ro/editie-gari-de-poveste-392755    (ziemlich viel Werbung vor dem Film…)