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Bamberg – einst Krankenhaus jetzt Residenzschloss

 

Das Bamberger Hotel „Residenzschloss“ liegt ein wenig abseits, ruhig und an der Regnitz, aber doch noch fußläufig zur Altstadt. Das seit 1990 bestehende Hotel, mittlerweile 4 Sterne S  hat zwei nette Restaurants, in denen man gut essen kann, eine Tiefgarage und  einen tollen Blick auf das neobarocke Gebäude des Stadtarchivs.  Doch die Geschichte hinter der „Residenz“, die gar keine war, ist viel spannender.

Im Jahre 1787 ließ Fürstbischof von Erthal das prachtvolle Gebäude als Universitätsklinikum, inklusiv barocker Kapelle, nach Plänen des Bamberger Hofarchitekten Johannes Lorenz Fink errichten. 1798 war es dann soweit, am 11.11. fand die Eröffnung statt.  Das allgemeine Krankenhaus galt seinerzeit als eines der moderneren in Europa. Der erste ärztliche Direktor des Hauses war Adalbert-Friedrich Markus (1723-1816) und zugleich Leibarzt des Bischofs. Bereits 1828 wird das Krankenhaus zur Städtischen Klinik.

Erst durch den Klinikumsneubau im Jahre 1984 ändert sich die Funktion des Gebäudes. Fünf Jahre später wird der Umbau zum Hotel begonnen.

Im Inneren gibt es zwei imposante Treppenhäuser und die Hotelzimmer im historischen Gebäudeteil sind sehr hoch und mit lichtundurchlässigen Gardinen versehen (die benötigt man auch, da das Gebäude hell angestrahlt wird). Teppiche in den Fluren schlucken den Hall der Schritte in den hohen, langen Gängen.

Im Flur hinter der Rezeption ist eine größere Platte in die Wand eingelassen: „Am 24. November 1889  wurde das 100jährige Jubiläum des allgemeinen Krankenhauses von den beiden städtischen Collegien festlich begangen in Anwesenheit der Herren: k. Obermedizinalrath und Geheimrath Dr. v. Kerschensteiner im Auftrage des k. Staatsministeriums des Innern;  …..“ Es folgte eine Reihe von Namen.

(Sehr schlecht fotografierbar.)

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Bamberg, Inschriftentafel zum 100jähriges Jubiläum Allg. Krankenhaus

Dr. Josef von Kerschensteiner (1831-1896), u.a. Leiter des Bayer. Medizinalwesens,  Studium der Medizin in München u.a. bei Christian Pfeufer

Christian Pfeufer war Direktor des Städt. Krankenhauses Bamberg. Sein Sohn war Sigmund von Pfeufer (1824-1894), 1881-1894 Regierungspräsident von Oberbayern war. Evtl. ist er nachfolgend auf dre Tafel gemeint.

Vgl.  Kerschensteiner: https://www.hdbg.eu/biografien/web/index.php/detail?uid=4824

Christian Pfeufer: https://www.hdbg.eu/biografien/web/index.php/detail?uid=5131

Sigmund von Pfeufer: https://www.hdbg.eu/biografien/web/index.php/detail?uid=8328

 

Die Mehrheit des Hotelpersonals wusste leider nichts zur Gebäudegeschichte zu berichten, doch eine Dame gab mir einen Zettel mit Kurzinformationen.

Hotel: http://www.welcome-hotels.com/welcomehotel-residenzschloss-bamberg/info/

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Bamberg, Blick vom Residenzschloss-Hotel zum Stadtarchiv, 12/2015

 

Auf dem Gelände des früheren Krankenhauses befindet sich das 1901 von Hans Jakob Erlwein (1872-1914) erbaute Chirurgische Krankenhaus. Im Jahre erfolgte der Umzug ins neue Klinikum und 1991 konnte schlussendlich das Stadtarchiv Einzug halten.  Allegorische Reliefs an der Außenfassade nehmen Bezug zur ursprünglichen Nutzung des Gebäudes.

 

 

 

 

 

 

Interlaken (CH) – Bistro zwischen Bahnhof Ost und Schiffsanlegestelle

Interlaken in der Schweiz. Mein Aufenthalt am Bahnhof Ost betrug 1 Stunde – was tun? Die Stadt ist ein bisschen entfernt, da hätte ich Bahnhof West aussteigen müssen.

Der eine Ausgang führte mich auf den Bahnhofsvorplatz mit kleinem Supermarkt und Unmengen an asiatischen Touristen, da unmittelbar dort ein Juweliergeschäft für speziell diese Kundschaft liegt. Dieses Geschäft erinnerte mich stark an Heidelberg, wo es auch besagte Touristenshops gibt, die u.a T-Shirts mit Heidelberg Schriftzug und und Alphornbläsern verkaufen!!!! Man bedenke, dass Heidelberg im nördlichen Baden-Württemberg und am Neckar liegt.

 

Interlaken, Bistro Pistache

Interlaken, Bistro Pistache

Der andere Ausgang in Richtung Schiffsanlegestelle (Rundfahrten)  führte mich direkt (2 Minuten) zu einem Bistro, von dem ich gar nicht mehr weg wollte. Im „Häuschen“ zum Schiffsticketskauf befindet sich auf der Rückseite der  Hauptpunkt des Bistros (Selbstbedienung). Es ist wohl nur in der wärmeren Jahreszeit geöffnet, da es keinen Innenraum hat.

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Interlaken, Bahnhof Ost, Bistro Pistache

Man kann wählen zwischen klassischen Stühlen mit Tischen im überdachten Teil  und im offenen Bereich zwischen Liegestühlen und Strandkörben mit Kissen – super bequem. Man sitzt also, bei leckeren Kakao (mit Milch)  und Cookies (das war meine Wahl)   oder Eis, … zwischen Bahnhof und Wasser/Schiffsanlegeplatz. Es gibt auch einen kleinen Kinderspielplatz zum Bistro gehörend.

Ort: Interlaken (Schweiz), Lanzenen 5, http://www.pistache-bistro.ch

 

Wald-Michelbach – modernes Café zwischen Draisine & Co.

Wald-Michelbach im Odenwald (Hessen) ist eine Gemeinde, die dem Besucher so einiges zu bieten hat: Endhaltestelle der Draisinenbahn, Sommerrodelbahn, Kletterwald und das Überwälder Heimatmuseum mit der Kleiderbügelsammlung.

Als Zwischenstopp zum Erholen bietet sich ein neues Café an, das ich sehr empfehlen kann.

Das Team rund um die Inhaberin ist freundlich, jung und aufgeschlossen. Das gesamte Ambiente ist eine sehr willkommene Abwechslung zu den eher  auf Senioren abgestimmten Überwald-Cafés und Kinder sind willkommen!.

„Rosige Zeiten-Caé“ so lautet der Name eines gemütlichen modernen Cafés mitten in Wald-Michelbach. Aufgrund des schönen Wetters war ich nur auf der sonnigen Terrasse, die hinten raus Richtung Bach, Parkplatz erhöht liegt. Man sitzt im 1. Stock (wegen Hanglage, vorne an der Straße Erdgeschoss) und blickt auf Grün und den Michelbach. Die Treppe hinab ist ein kleiner Spielbereich für Kinder (Schiff). Innen soweit ich es sah, gab es moderne grau schwarze Sessel/Sofas mit Ranken oder Blumen.

Neben Frühstück gibt es auch selbstgebackene Kuchen, Muffins und Torten.   Sehr lecker, auch der Kakao war mit Milch zubereitet!

Ort: Ludwigstraße 33, 69483 Wald-Michelbach, http://www.cafe-rosige-zeiten.de