Schlagwort-Archive: Hessen

Drachen auf mittelalterlichen Ofenkacheln in Hessen

Drachen sind Fabeltiere, die in den Mythen, Märchen und Legenden verschiedener Kulturen bekannt sind. Drachenmotive sind vielfältig und zieren u.a. Gemälde, Wasserspeier von gotischen Kathedralen oder Ofenkacheln. Die unterschiedlich gestalteten Kacheln der mittelalterlichen Kachelöfen erzählten ihren Betrachtern Geschichten, die heute teils schwer zu deuten sind.

Ausstellungsvitrine im Museum Alsbach-Hähnlein mit Grabungsfunden, Nischenkacheln

Das Museum Alsbach-Hähnlein zeigt gelblich-grünlich glasierte  Nischenkacheln, Typ Tannenberg, mit Drachenmotiven aus dem 13.-14. Jahrhundert. Sie entstammen der Grabung am Fuchsberg in Dieburg. Ähnliche Streufunde wurden am Weilerhügel, der ehemaligen Niederungsburg der Herren von Bickenbach gemacht.
Infos zum Weilerhügel:

http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/alsbach-haehnlein/turmhuegelburg-war-in-mode_16797809.htm“>Turmhügelburg war in Mode (Echo Online, 11.04.2016)</a>

Modell und Ausgrabungsfunde sind ebenfalls im Museum zu sehen.  

Das Museum ist außerplanmäßig am 08. April von 13.30-17 Uhr in der Gernsheimer Straße 36 geöffnet.
Reguläre Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr

Hexenring bei Alsbach-Hähnlein

Hexenring bei Hähnlein, Richtung Rodau/Damm fotografiert, 01/2018

Im Volksglauben vermutete man von den im Kreis wachsenden Pilzen Versammlungsorte von Hexen oder Feen, deren Kreise magisch waren und nicht betreten werden durfte. Schlussendlich sind es jedoch runde Pilze. Deren unterirdische Pilzgeflechte (Myzel) von einem zentralen Punkt ausgehend nach außen wachsen. An den Enden wachsen die Fruchtkörper die Pilze, aus dem Boden. Im Innern des Kreises stirbt das Pilzgeflecht  ab, sobald die im Boden sich befindende verwertbare Substanz zersetzt ist. Zumeist sieht man am äußeren Rand des Pilzgeflechtes gut entwickeltes grünes Gras. Das kommt daher, dass die Pilze Ammoniak ausscheiden, der wiederum im Boden zu Salpeter umgewandelt werden und nun als Dünger dienen. Bis zu 60 bekannte Pilzarten, wie u.a. Nelkenschwindling oder Safranschirmling bilden solche Feenringe. Der bisher größte Hexenring wurde 1953 in Frankreich, Belfort mit einem Durchmesser von 600m gefunden. Vermutetes Alter ca. 700 Jahre.

Hexenringe kommen vielfach auf nährstoffarmen und sandigen Böden vor. So auch auf einer Wiese beim hessischen Alsbach-Hähnlein, zwischen dem Ortsteil Hähnlein und Zwingernberg, Ortsteil Rodau an der L3261. Am besten kann man in Hähnlein in der Straße „Im Rodacker“ parken und längs der L3261 auf einem Fußgänge-/Radweg in Richtung Rodau laufen. Bei der Brücke über dem Winkelbach: Straßenseite wechseln und auf der rechten Dammseite (Richtung Langwaden) gehen bis zur Wiese nahe dieser Baumgruppe. (Dauer ca. 1 Std).

Baumgruppe rechtsseitig vom Winkelbach, Richtung Langwaden

 

Hexenring bei Hähnlein 01/2018

 

 

 

 

Bitte beachten!

Bitte sorgsam mit der Wiese und dem Hexenring umgehen!!!!   

Nicht für Kinderwagen geeignet und festes Schuhwerk ist erforderlich. Parkmöglichkeiten in Hähnlein oder Rodau. 

 

Tier- und Politik-Karikaturenausstellung Greser und Lenz

Nur noch bis zum 07. Januar 2018 ist die Ausstellung der Preisträger des Deutschen Karikaturpreises „Geflügelter Bleistift in GoldGreser & Lenz im Museum Alsbach-Hähnlein zu sehen!  Neben spitzfindigen politischen Kariakturen finden sich auch selten ausgestellte Tierkarikaturen! Siehe das Bild mit den 2 Spinnen.

Die Herren Greser & Lenz zeichneten für Titanic, Stern und Focus. Seit ein paar Jahren ausschließlich für die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Bei der Eröffnung im Oktober war Herr Greser persönlich anwesend und signierte Bücher. Ein paar sind noch zu erwerben – ein ideales Weihnachtsgeschenk! Die neuste und hoch aktuelle FAZ-Chronik von Greser & Lenz  ist ebenso im Museumsshop zu erwerben. 

Öffnungszeiten: Freitags 16.30-19 Uhr und jeweils Samstags/Sonntags 13.30-17 Uhr in der Gernsheimer Str. 36 in 64665 Alsbach-Hähnlein (Hessen) oder nach Vereinbarung. 

24.12. & 31.12. geschlossen, Eintritt 5,-€ ab 16 Jahren.

Greser & Lenz Karikaturen im Museum Alsbach-Hähnlein 2017

Plakatfotos der Dauerausstellung des Museums Alsbach-Hähnlein 2017

http://www.museum-alsbach-haehnlein.de     

Ausstellungsplakat

Gospels des Efatha Chores aus Tansania – Konzerte

Der aus Tansania stammende Gospelchor „Efatha Choir“ der Moravian Church (Herrenhuter Brüdergemeinde) gibt noch zwei Konzerte im evangelischen Dekanat Bergstraße (Hessen).

Der vor ein paar Jahren gegründete Chor in der Uhuru Gemeinde in Dar Es Salaam ist mittlerweile in ganz Tansania bekannt und begeisterte bereits 2015 beim evangelischen Kirchtag in Stuttgart rund 2000 Zuhörer. Auch beim gestrigen Konzert in der vollbesetzten evang. Kirche in Alsbach tanzten die Zuhörer zur lebensfrohen Musik. Der Chor wird musikalischen u.a. von Gitarren, Trommeln, Rasseln und Schlagzeug begleitet. Die Konzerte sind eigentlich ein Ausschnitt aus einem musikalischen Gottesdienst. Die Lieder werden kurz auf Englisch vorgestellt, da in der Landessprache „Swahili“ gesungen wird.

Noch kurz zur Einordnung: Tansania liegt in Ostafrika. Im Norden grenzt das Land an den Viktoriasee und im Nordwesten liegt die Serengeti, einer der bekanntesten Nationalparks in Afrika.

Konzerte:

13.12.2017 in der Freien evang. Gemeinde um 19 Uhr in Seeheim-Jugenheim, Am Bahnhof 1

Finale zusammen mit dem Rimbacher Gospelchor 

16.12. & 17.12.2017 jeweils 17.30 Uhr in der evang. Kirche Rimbach, Staatsstraße 2-4.

Eintritt jeweils frei, CDs und DVDs sind für 10-15 EUR zu kaufen

 

 

 

 

‚Greser & Lenz‘ Karikatur-Kabinett-Ausstellung in Alsbach-Hähnlein

Das Museum Alsbach-Hähnlein freut sich seine nunmehr 4. Cartoon-Ausstellung zu präsentieren. Seit 2011 begeisterten die Karikaturen von Peter Gaymann, Janosch und Uli Stein die schmunzelnden und lachenden Besucher. Dieses Jahr wird es mit dem Aschaffenburger Duo ‚Greser & Lenz‘ politischer und gesellschaftskritischer.

Die beiden Karikaturisten zeichnen seit 1986/1988 für ‚Titanic – Das endgültige Satiremagazin‘, 1996 für die ‚FAZ‘ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), 2004 bis 2013 für den ‚Stern‘ und seit 2013 für ‚Focus‚.  2004 sind sie mit dem Deutschen Karikaturpreis „Geflügelter Bleistift“ in Gold ausgezeichnet worden.

Aus dem mehrere Tausend Zeichnungen umfassenden Archiv wählte man 50 Karikaturen aus, um sie im Rahmen der Kabinett-Ausstellung  „Das ist ja wohl ein Witz!“ im Museum Alsbach-Hähnlein zur Schau zu stellen.

Nach Gaymann werden wieder bei der Vernissage am 13.Oktober 2017 um 19 Uhr die Künstler persönlich anwesend sein! 

Es stehen Bücher und Postkarten von ‚Greser und Lenz‘ im Museumsladen zum Verkauf.

Öffnungszeiten: 14.10.2017 bis 07.01.2017 bei Eintritt 5,-€.

Freitag 16.30 – 19.00 Uhr; Samstag 13.30 – 17.00 Uhr, Sonntag 13.30 – 17.00 Uhr, geschlossen 24.12. & 31.12.2017

Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de   

 

Musik Martin Luthers mit Drehleier- Ensemble „Wildwuchs

Das Ensemble „Wildwuchs“ spielt seit rund 20 Jahren traditionelle europäische Musik, meistens aus der Renaissance und dem Mittelalter. Das Konzert am 15.9.2017 in der evangelischen Kirche in Alsbach (Hessen) um 20 Uhr widmet sich den Stücken Martin Luthers, die eine Verbindung zum Volkslied der damaligen Zeit aufweisen.

Musiziert wird mit einem breiten Instrumentenrepertoire  wie Cornamusas (ähnelt Krummhörnern), Schalmeien, Percussion, Renaissanceflöten, Dudelsäcken sowie Harfen, Drehleiern und Zimbeln. Den Zuhörern wird ein besonderes Hörerlebnis auch mit dreistimmigem  A-capella-Gesang geboten.

Immer wieder schön, Ihnen zu zuhören!

Veranstaltung :

15. September 2017  evangelische Kirche in  der Kirchstr. in 64665 Alsbach-Hähnlein,

20 – ca. 21.30 Uhr Eintritt frei, Spenden willkommen.

Tipp: frühzeitiges Erscheinen, die Kirche ist in der Regel, wenn Knud Seckel gastiert, voll!

http://wildwuchs.de

Zur Info, ein anderes Konzert des Ensembles „Wildwuchs“ mit „Sefardischer Musik“ auf youtube.com (links: Knud Seckel, Mitte: Tobias Witzlau, rechts:  Thomas Zeuner)

 

Klavierkabarettist – Daniel Helfrich in Zwingenberg

Stadtparkustik Festival in Zwingenberg an der hessischen Bergstraße präsentiert u.a. den Klavierkabarettisten Daniel Helfrich am 14.6.2017 von 20-21 Uhr bei freiem Eintritt!

„Herrlich schräg, geistreich und auch etwas morbidzeigt uns Daniel Helfrich in seinem neuen Programm, dass das ganze Leben ein einziges Tänzlein zwischen Fettnäpfchen und großem Auftritt ist. So ergründet er am Klavier virtuos in unterschiedlichen Musikstilen auch Fragen der Ernährung- ob Pommes mit Trüffeln oder doch lieber ein leichter Snack aus dem nächsten Streichelzoo. Er begibt sich elegant auf das glatte Parkett des Alltags, um spätestens nach einem Pas-de-deux mit Primaballerdiva Helene Fischer zu dem Schluss zu kommen, dass immer noch der Mann führt.“

Text aus dem Stadtparkustikprogramm-Festival.

Veranstaltungsort: Stadtpark in Zwingenberg, Parkmöglichkeiten begrenzt, aber 5-10 Minuten Fußweg zum großen Parkplatz der Bürgerhalle (hinter Sparkasse) ist in der Regel etwas frei. Zwingenbergs Bahnhof ist ca. 15 min. entfernt.

weitere Infos zum vielfältigen Programm des Festivals 14.-18.6.2017 http://www.stadtparkustik.de und zu http://www.daniel-helfrich.de

Nischenkacheln, Waschmaschinen, Fahrräder im Museum Alsbach-Hähnlein

Das ´Museum in der Anstalt´ in Alsbach-Hähnlein zeigt neue Errungenschaften!

Archäologie:

Die Präsentation des Modells über den Weilerhügel, die Niederungsburg der ‚Herren von Bickenbach’, wird nun mit Exponaten, die einen Bezug zum ‚realen Leben’ von  damals haben, aufgewertet.  So zum Beispiel Keramiken aus dieser frühen Zeit wie Ofenkacheln, sogenannte Nischenkacheln und Alltagskeramik. Die Artefakte gehören zu den großen Mengen, die in Dieburg vor Jahren geborgen wurden und heute als „Dieburger Ware“ bekannt sind.

Technik im Haushalt:

Der Waschmaschinenbestand wurde um eine weitere Bottichwaschmaschine – emailliert – erweitert.  Unter dem Titel: „Von der Waschbütt’ aus Zinkblech bis zur Constructa von 1954“ werden Waschmaschinen gezeigt. Sie veranschaulichen wie rasant die technische Entwicklung in diesem  Bereich der Haushaltsgeräte vorangetrieben worden ist. Und das in einem Zeitraum von knapp 30 Jahren und trotz Stillstands während des 2. Weltkriegs.

Die Constructa weist bereits in Form und Technik auf unsere heutige Zeit hin. In einer Maschine konnte gewaschen und geschleudert werden. Die klassische Waschküche wurde überflüssig. Die Waschmaschine avancierte zum Möbel und stand in der Küche oder im Bad. Obwohl die modernen Maschinen noch vieles mehr leisten können, so war schon in dieser Zeit das technische Optimum und das gilt bis heute, erreicht. Für die Hausfrauen bedeutete das eine echte Erleichterung in ihrer täglichen Arbeit.

Arbeiterradsport und Kraftfahrerbund ‚Solidarität’ –  ARKB:

Das frisch restaurierte Frischauf-Saalrad glänzt als Attraktion in der Ausstellung. Räder und Radscheinwerfer aus der Zeit, Solidaritäts-Accessoires, erläuternde Texte und Fotos erklären die Zusammenhänge.

1924 gründete sich auch in Hähnlein ein Ortsverein der „Solidarität“. Im Ort war man stolz, diesem großen Bund angehören zu können. Der Sitz der Organisation war in Offenbach am Main Schon Ende der 1920er Jahre waren mehr als 250 000 Mitglieder hier organisiert. Die Fahrradfabrik „Frischauf“, genossenschaftlich selbst verwaltet, zählte dazu.

Das Sportgeschehen spielte sich wesentlich im Saal ab wie Kunstradfahren und Reigenfahren, Radball und Radpolo. Radrennen auf der Straße wurden als ‚typisch bürgerlich’ abgelehnt. 1933 verboten die Nazis den ARKB, konfiszierten die Sporträder, enteigneten die Fabrik und beschlagnahmten das Organisations- und Betriebsvermögen. Nach dem Krieg gründete man sich in Deutschland neu, konnte aber die frühere Bedeutung nicht wieder erreichen.

Museum Alsbach-Hähnlein. Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Öffnungszeiten: Am Internationalen Museumstag 21.5.2017 von 11 – 17 Uhr.  Ansonsten jeden 1. Sonntag im Monat 13.30 – 17 Uhr.

 

Größter jüdischer Landfriedhof Hessens – Führung

Der größte jüdische Landfriedhof Hessens mit rund 2100 erhaltenen Grabsteinen befindet sich in Alsbach an der Bergstraße und ist 401 Jahre alt. Ich biete für den Museumsverein Alsbach-Hähnlein am Sonntag 07.5.2017 um 13.30 Uhr eine Friedhofsführung an. Die kulturgeschichtliche Führung stellt den Friedhof mitsamt seiner Geschichte und Bestattungskultur in den Mittelpunkt. Ebenso wird erläutert, wie man sich selbstständig, auch ohne hebräische Sprachkenntnisse, einen jüdischen Friedhof erschließen kann.

Die Führung dauert ca. 1,5 Std. und Treffpunkt ist am Nordtor. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.Eintritt frei, Spenden willkommen

Veranstaltungsort: Friedhof liegt an der Kreuzung B 3 Abzweigung L 3112, Parkplätze am Einkaufszentrum „Pfarrtanne“

DSCF8382

Jüdischer Friedhof Alsbach

Im Anschluss besteht die Möglichkeit das Museum zu besuchen und sich u.a. über die ehemalige jüdische Gemeinde Alsbach-Hähnleins zu informieren. Das Museum hat jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr geöffnet, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de  Eintritt frei, Spenden willkommen.