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Hexenring bei Alsbach-Hähnlein

Hexenring bei Hähnlein, Richtung Rodau/Damm fotografiert, 01/2018

Im Volksglauben vermutete man von den im Kreis wachsenden Pilzen Versammlungsorte von Hexen oder Feen, deren Kreise magisch waren und nicht betreten werden durfte. Schlussendlich sind es jedoch runde Pilze. Deren unterirdische Pilzgeflechte (Myzel) von einem zentralen Punkt ausgehend nach außen wachsen. An den Enden wachsen die Fruchtkörper die Pilze, aus dem Boden. Im Innern des Kreises stirbt das Pilzgeflecht  ab, sobald die im Boden sich befindende verwertbare Substanz zersetzt ist. Zumeist sieht man am äußeren Rand des Pilzgeflechtes gut entwickeltes grünes Gras. Das kommt daher, dass die Pilze Ammoniak ausscheiden, der wiederum im Boden zu Salpeter umgewandelt werden und nun als Dünger dienen. Bis zu 60 bekannte Pilzarten, wie u.a. Nelkenschwindling oder Safranschirmling bilden solche Feenringe. Der bisher größte Hexenring wurde 1953 in Frankreich, Belfort mit einem Durchmesser von 600m gefunden. Vermutetes Alter ca. 700 Jahre.

Hexenringe kommen vielfach auf nährstoffarmen und sandigen Böden vor. So auch auf einer Wiese beim hessischen Alsbach-Hähnlein, zwischen dem Ortsteil Hähnlein und Zwingernberg, Ortsteil Rodau an der L3261. Am besten kann man in Hähnlein in der Straße „Im Rodacker“ parken und längs der L3261 auf einem Fußgänge-/Radweg in Richtung Rodau laufen. Bei der Brücke über dem Winkelbach: Straßenseite wechseln und auf der rechten Dammseite (Richtung Langwaden) gehen bis zur Wiese nahe dieser Baumgruppe. (Dauer ca. 1 Std).

Baumgruppe rechtsseitig vom Winkelbach, Richtung Langwaden

 

Hexenring bei Hähnlein 01/2018

 

 

 

 

Bitte beachten!

Bitte sorgsam mit der Wiese und dem Hexenring umgehen!!!!   

Nicht für Kinderwagen geeignet und festes Schuhwerk ist erforderlich. Parkmöglichkeiten in Hähnlein oder Rodau. 

 

Jägersburger Wald – Steinkreuz von 1618

Der Jägersburger Wald ist ein hessisches Waldgebiet im Ried zwischen Groß-Rohrheim, Langwaden, Fehlheim, Schwanheim, Einhausen, Hähnlein und Gernsheim und sehr geschichtsträchtig. Zuerst beschäftige ich mich mit dem Steinkreuz von 1613.

Dieses Sandstein-Kreuz (der rechte Kreuzbalken fehlt und die Verwitterung ist weit vorangeschritten) markiert die Stelle an dem ein Mann 1613 zu Tode kam. Es ist durch einen kleinen Zaun geschützt.  Um die Inschrift besser lesen zu können, habe ich den Stein mit Kreide bemalt und diese dann verwischt.

Steinkreuz im Jägersburger Wald

 

 

 

 

 

 

 

Inschrift lautet:  1613 DEN 15 APRIL IS(t) WENDEL DANTMA …HRHEIM AN DIESEM OR(t) … N  UNWISSENT WIE ER V…/ SEEL GOT GNA(d) // MILLE MODIS (LE)THI MISEROS/  (MORS) VNA (FAT) IGAT.

Übersetzung: Mit tausend Todesarten sucht der eine Tod die Unglücklichen heim. (lt.: http://www.inschriften.net/zeige/suchergebnis/treffer/nr/di038-0217.html#content )

Standort: Im Wald an der Straße zwischen Langwaden und Jägersburg (Groß-Rohrheim) an der L 3261. Von Langwaden kommend rechts auf dem Parkplatz „Küchengarten“ (ein Weg vor dem Wasserwerk)  parken. Die L 3261 überqueren und links in die Kreuzschneise hinein (an einem Baum hängt ein Schild  Kreuzschneise). Nach ca. 60m steht rechts das Steinkreuz.