Schlagwort-Archive: Museum Alsbach-Hähnlein

‚Alles was brummt‘- historische Fahrzeuge

Am Sonntag 14.4.2019 herrscht wieder Ausnahmezustand im Ortskern von Hähnlein! Technikfreaks kommen voll auf ihre Kosten: Es knattert,  rummpelt und qualmt. Die Geräusche der historischen Traktoren, Fräsen, Motorräder, Autos und was so Liebhaber noch in der Garage oder Schuppen liebevoll pflegen, bestimmen den ‚Alles was brummt‘-Tag. Fachsimpeln, bestaunen und dieses besondere Flair genießen, was es nur alle zwei Jahre gibt.

Für leibliches Wohl ist auch gesorgt, z.B. im Marktplatz-Café bei hausgemachtem Kuchen.

MuseumAlsHäh Kaffeemaschine

Im benachbarten Museum in der Anstalt qualmt  und riecht es würzig nach Kaffee. Die Sonderausstellung „Kaffeemaschinen – Von der Bohne bis zur Kapsel“ zeigt historische und neuere Kaffeemaschinen internationaler Hersteller mit vielfältigen Design- und Zubereitungsarten und  natürlich gibt es auch frisch gebrühten Kaffee aus einer Espressomaschine von 1962 zu probieren.

Weitere historische technische Gerätschaften im Museum: Motorrad, Fahrräder, Waschmaschinen, Herde, Friseurstube, Nähmaschinen, Fotoapparate und Filmkameras. 

 

Fotograf: Museum Alsbach-Hähnlein

Anreise am besten zu Fuss, Rad oder Bus (BE 2-Haltestelle Waage), Bahnhof Hähnlein-Alsbach! Per Auto nur Parkmöglichkeiten in den entfernten Seitenstraßen.

http://www.alles-was-brummt.com    &    http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Konrad von Bickenbach-ein Minnesänger seiner Zeit im Konzert

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Knud Seckel mit Harfe

Konrad von Bickenbach II. (um 1250) lebte u.a. auf dem Alsbacher Schloss und war zugleich Minnesänger. Wie hat er wohl gesungen? Ein Lied ist erhalten geblieben und der Museumsverein Alsbach-Hähnlein freut sich, dies und weitere Minnegesänge in einem Konzert am 22.Januar 2017 präsentieren zu können.

Knud Seckel alias die „Nachtigall vom Neckartal“ gibt spannende und persönliche Antworten auf die Fragen wie Conrad von Bickenbach oder Walther von der Vogelweide gesungen haben mögen. Inspiriert von den Werken der Trobadors und Trouvères jenseits des Rheines, spannt sich ein Bogen zu mittelhochdeutschen Liedern.

An den adligen Höfen lassen die Minnesänger die „fin amor“ aus Frankreich neben ihren eigenen Liedern erklingen. Zart, sittsam bis herb und sinnlich trägt der Minnesänger seine Dichtung dem geneigten Publikum vor. Hohe und niedere Minne, sehnende und erfüllte Liebe sprechen aus dem Herzen des Minnesängers.

Das Museum hat im Anschluss des Konzertes geöffnet. Dort kann man das Modell des Weilerhügels, der Vorgängerburg des Alsbacher Schlosses der Herren von Bickenbach, bestaunen. Funde der unmittelbaren Umgebung und neueste Forschungsergebnisse runden das Thema Mittelalter ab.  Der Weilerhügel ist übrigens die höchste und größte Niederungsburg im gesamten Rhein-Main-Neckar-Gebiet!

WannSonntag, 22.Januar 2017 um 17:00 Uhr , Eintritt frei, Spenden willkommen

WoMuseum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de 

Referenzen Knud Seckels:

Minnesänger des Jahres 2007 Burg Spangenberg

Internationale Tage mittelalterlicher Musik montalbâne 2008

Sieger beim Sängerwettstreit auf Burg Falkenstein/Harz 2008

Minnesänger des Jahres 2009 Burg Trifels

Minnesänger des Jahres 2011

Sängerwettstreit auf der Wartburg 2012 „geteiltez spîl“

Trobarea, Nizza 2016

Knud Seckel alias die „Nachtigall vom Neckartal“

weitere Infos:   http://www.minne-saenger.de

Irith Gabriely & jüdischer Witz in der „Anstalt“

Irith Gabriely wird mit ihrer Klarinette „die Anstalt“ zum Klingen bringen und jüdische Witze und Geschichten erzählen. Anlass dazu ist eine Matinee, die die Sonderausstellung „400 Jahre jüdischer Friedhof in Alsbach“ beenden wird. Der Museumsverein möchte damit vom  ernsten   Friedhofsthema zum Leben wieder zurück schwenken und quasi eine Brücke bauen.

Frau Gabriely spielte jahrelang die 1. Klarinette im Staatstheater Darmstadt. Sie tritt als Solistin, aber auch mit ihrer Gruppe Colalaila auf. Der Ehrentitel „Queen of Klezmer“ ist ihr auch verliehen worden.

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Sonderausstellung „400 Jahre jüd. Friedhof Alsbach“ im Museum Alsbach-Hähnlein

Mittlerweile haben sich rund 770 Besucher die Sonderausstellung zum größten jüdischen  Landfriedhof Hessens im Museum Alsbach-Hähnlein  angesehen und Viele nahmen auch an den Friedhofsführungen teil. Im Anschluss an die Matinee hat das Museum noch bis 17 Uhr geöffnet

Matinee: 27. November 2016 um 11.30 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)

Matinee im Gebäude des Museums, beide Veranstaltungen Eintritt frei, Spenden sind Willkommen!

Museum mit Sonderausstellung, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de    

Verlängerung -Ausstellung größter jüdischer Landfriedhof Hessens

Sonderausstellung "400 Jahre jüdi. Friedhof Alsbach" im Museum Alsbach-Hähnlein

Sonderausstellung „400 Jahre jüd. Friedhof Alsbach“ im Museum Alsbach-Hähnlein

Verlängerung! Die Sonderausstellung „400 Jahre jüdischer Friedhof Alsbach – BEWAHREN-GEDENKEN-ERINNERN“ wird aufgrund der großen Nachfrage bis zum 27.11.2016 verlängert.

Bereits rund 650 Besucher aus nah und fern informierten sich seit Mai 2016 über den Alsbacher Friedhof. Es befinden sich dort noch 2124 Grabsteine , jedoch wird er seit  1948 nicht mehr belegt. Er gilt als der größte jüdische Landfriedhof Hessens!  Die Sonderausstellung im Museum Alsbach-Hähnlein befasst sich mit den Themen Bestattungspraktiken, Trauerrituale und Erinnerungskultur. Den Ausstellungsmachern Rieskamp und Hoppe war es wichtig, nach Möglichkeit die Bestattungskultur für den Belegungszeitraum (17.-20. Jahrhundert) darzustellen.  Informationen zur Friedhofsgeschichte und zu Gestaltungsmerkmalen von  Grabsteinen werden ebenfalls gezeigt.

Ein besonderes Highlight ist eine beindruckende Fotografie des Silberpokals der Alsbacher Beerdigungsbruderschaft von 1732, die die William Gross Family Collection (Tel Aviv) zur Verfügung stellte.  Leihgaben der Jüdischen Gemeinde Darmstadts (Bahrtuch und Sterbekleidung des Leichnams) und Faksimilies des Jüdischen  Museums Berlins runden die Ausstellung ab.

Zudem kann man das Buch zum Friedhof von Dr. Heinemann und Frau Wiesner zu einem Sonderpreis erwerben. Es erläutert umfassend die Friedhofsgeschichte, Judentum in einzelnen Gemeinden und ist eine super Quelle für jeden Familienforscher und Lokal-/Regionalhistoriker.

Führungen über den Friedhof nach Vereinbarung.

Museum Alsbach-Hähnlein, Gernsheimer Str. 36 in 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de  

Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr sowie nach Vereinbarung  (bei mir hier im Blog oder museum-alsbach-haehnlein@unitybox.de)

Eintritt frei, Spenden willkommen

Vortrag: größter jüdischer Landfriedhof Hessens

Zur Sonderausstellung „400 Jahre Jüdischer Friedhof Alsbach – BEWAHREN – ERINNERN – GEDENKEN“

VORTRAG

Dr. Hartmut Heinemann (Kommission der Geschichte der Juden in Hessen)

„Der jüdische Friedhof in Alsbach. Ein herausragendes Beispiel jüdischer Kultur in Hessen.“

Mittwoch, 08.6.2016 um 19.30 Uhr in der „Alten Schule“, Gernsheimer Str. 31 in Alsbach-Hähnlein

Sonderausstellung geöffnet:

jeden Sonntag bis 17.7. danach bis zum 02.10.2016

jeden 1. Sonntag im Monat jeweils 13.30 – 17 Uhr

oder nach Vereinbarung unter 06257-5389 oder 06257-5623

www.museum-alsbach-haehnlein.de     Eintritt frei

Alsbach – 400 Jahre jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof Alsbach

Jüdischer Friedhof Alsbach

Der Alsbacher Friedhof ist der größte jüdische Landfriedhof in Hessen. Er fungierte als eine Art Sammelfriedhof, denn hier wurden Juden aus 32 umliegenden Städten und Dörfern bestattet. Man zählt heute 2.124 Grabsteine, die noch relativ gut erhalten sind, wenn auch die Zerstörungen und Verwitterung den Steinen sichtbar zugesetzt haben.

Es dürften wohl schon vor 1616 auf diesem Gelände Juden bestattet worden sein. Das Friedhofsgelände wurde mehrmals erweitert. Die Verwüstung der Anlage durch die SA, im November 1938, hatte vor allem zum Ziel, das markante Eingangsgebäude mit einem Andachtsraum und insbesondere das von Beginn an dort geführte Totenregister vollständig zu zerstören. Die letzte Beerdigung fand 1948 statt, seitdem wird die Anlage nicht mehr genutzt.

Ein paar Detailinformationen:

Der erste offizielle Nachweis über die „Absteinung“, d.h. die Vermessung der Friedhofsanlage stammt aus dem Jahre 1616. Aufgrund der antijüdischen Ausschreitungen sowohl in Frankfurt (1612-14 Fettmilch-Aufstand) als auch in Worms (1614) flohen viele Juden und ließen sich im hessischen Ried sowie an der Bergstraße nieder. Darunter befand sich auch der berühmte Rabbiner Samuel Bacharach aus Worms, der 1615 in Gernsheim verstarb und in Alsbach beerdigt wurde. Der Originalgrabstein ist leider nicht erhalten geblieben, dafür steht jedoch noch der Gedenkstein, den wohl sein Urenkel Sanwil Bacharach (Gemeindevorsteher in Darmstadt & Gründungsmitglied der hess. Beerdigungsbruderschaft) um 1730 gesetzt hat.

Auf dem Friedhof befinden sich viele Gräber lokal- und regional bedeutender Persönlichkeiten, kraft ihres Amtes in den jüdischen Gemeinden oder im öffentlichen Leben.

 

Jüdischer Friedhof Alsbach

Jüdischer Friedhof Alsbach

Das Museum Alsbach-Hähnlein präsentiert eine Sonderausstellung bis 02.10.2016 zum Thema „400 Jahre jüdischer Friedhof in Alsbach, 1616 – 2016 – BEWAHREN, ERINNERN, GEDENKEN“.

Die Ausstellung wird neben der Friedhofsgeschichte auch volkskundlich betrachtet über jüdisches Totengedenken, Bestattungswesen und –brauchtum zur Belegungszeit des Friedhofs informieren.

Anhand von Faksimiles des 18./19. Jahrhundert des Jüdischen Museums Berlins, vereinzelten Hinweisen und eines herausragenden Buches des Leo-Baeck-Institutes New York von 1894, in dem sehr detailreich auf das Bestattungswesen eingegangen wird, war es möglich, einen Einblick in das 19. Jahrhundert zu geben.

In der Ausstellung werden an den Wänden Großfotos verschiedener Grabsteine von Alsbacher und Hähnleiner Juden gezeigt. Zugeordnet werden auch einige Grabsteine aus anderen Orten, um ein anschauliches Gesamtbild zu erreichen. In der Mitte des Ausstellungsraumes wird eine Installation aufgebaut sein, die an die Zerstörungen konkret erinnern soll.

Museum Alsbach Hähnlein, Gernsheimer Str. 36, 64665 Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Ö-Zeiten: 22.5.2016 11-17 Uhr und jeden 1. Sonntag im Monat 13.30-17 Uhr oder nach Vereinbarung

 

Hähnlein – Niederungsburg „Weilerhügel“ neue Forschungsergebnisse

Der Weilerhügel ist rund 10m hoch und somit die höchste Turmhügelburg im Rhein-Main-Neckar-Gebiet! 2015 wurden die Reste dieser Niederungsburg, die im südhessischen Alsbach-Hähnlein liegen und einst der ursprüngliche Stammsitz der Herren von Bickenbach waren, im Auftrag des Museums Alsbach-Hähnlein in Zusammenarbeit mit dem Verein Terraplana (Archäologie im Ried) per Bodenradar untersucht.

Jörg Lotter (Terraplana) erstellte nach diesen Befunden ein anschauliches Modell, welches man im obigen Museum betrachten kann. Ausgrabungsfunde sind hier ebenfalls zu sehen. Darunter auch Fliesen und Ofenkacheln aus Dieburger Produktion. Die Untersuchungen per Bodenradar, plus die Grabungsergebnisse von 1913,  spiegeln den Zustand der Burganlage des 13. Jahrhunderts wider. Motte und Vorburg sind umgeben mit einem Dreifachgraben und innerhalb der Umfassungsmauer befanden sich  (lt. Fundamentbefunde) Wirtschaftsgebäude, Torturm, Turmbau, Kapelle sowie großes und kleines Pallas.

Die kleine Kapelle bildet eine Besonderheit in der Vorburg. Konrad I. von Bickenbach gestiftet hatte. Zur Einweihung kamen durchlauchte Gäste wie u.a. die Bischöfe von Worms, Chur und Konstanz, Pfalzgraf bei Rhein und der Bischof von Straßburg, der die Weihe vornahm.

Jörg Lotter hält nun hierzu einen Vortrag „Der Weilerhügel“- neueste Forschungsergebnisse und Umsetzung im Modell“. Im Anschluss daran, besteht die Möglichkeit im gegenüberliegenden Museum, dass Modell plus Funde zu betrachten.

Am 08. April 2016 um 19.30 Uhr in der „Alten Schule“ Gernsheimer Str. 31, 64665 Alsbach-Hähnlein.

Veranstalter: Museum Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de , Öffnungszeiten: jeder 1. Sonntag im Monat oder nach Vereinbarung.

Uli Stein Cartoon-Ausstellung

Die Cartoons von Deutschlands erfolgreichsten Cartoonisten – Uli Stein – werden erstmalig in der Rhein-Main-Neckar Region gezeigt. Neben Werken aus der frühen Schaffenszeit des Künstlers, werden auch seine geliebten Protagonisten: Martha und Erwin, Katzen, Mäuse, Hunde oder Pinguine gezeigt.

Seit Ende Oktober letzten Jahres geht es arg lustig im Museum zu. Mittlerweile besuchten rund 1300 Personen die Ausstellung und lachten herzhaft.

Der Museumsshop bietet u.a. Bücher, Postkarten, Taschen und einiges mehr an. Die Cartoons, die auf hochwertigem Papier in geringer Stückzahl gedruckt und mit Originalunterschrift versehen sind, können ebenfalls erworben werden.

Ausstellungsort: Museum Alsbach-Hähnlein, http://www.museum-alsbach-haehnlein.de

Ausstellungsdauer: bis 31.01.2016Uli Stein cartoon 300pixel Presse