Schlagwort-Archive: Schweiz

Aarburg – seltenes Naturphänomen

Die schweizerische Stadt Aarburg im Aargau durch die die Aare vorne im Bild fließt hat nicht nur eine malerische Altstadt mit Burganlage, sondern auch ein seltenes Naturphänomen. Denn in der Flussmitte trifft die starke Strömung der Aare mit dem ruhigen Wasser des Naturhafens aufeinander. Dies hat zur Folge, dass ein großer Wirbel entsteht und die Aare, hier bei dieser Aarewaage / Woog, rückwärts fließt! Früher sammelte sich hier Treibgut. Daher war die Stadt ein guter Startpunkt der Flösserei.

Bei folgendem Video kann man gut den Wirbel erkennen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Aarewaage

 

Locarno: Barfußpfad, Seilbahn, Cardada & Cimetta

Die Hausberge von Locarno im Tessin – Cardada und Cimetta – bieten mehr als nur grandiose Aussicht auf den tiefsten Punkt der Schweiz (Lago Maggiore) und den höchsten Punkt (Dufourspitze im Monte Rosa Massiv).

Blick auf Lago Maggiore

 

Barfußpfad Locarno

Von der Stadt aus geht es mit der Standseilbahn zur Wallfahrtskirche Madonna del Sasso hinauf. Umsteigen in die futuristische Kabinenseilbahn von Mario Botta (Schweizer Architekt) und schon ist man auf dem Berggipfel Cardada (1340m). Hier gibt es eine geniale Aussichtsplattform, die ähnlich der Baumwipfelpfade, über den Wipfeln ins Tal hinein ragt.   Zuvor kann man, egal welchen Alters, auf einer Riesenpartnerschaukel schaukeln! Doch das sportliche Highlight ist der BARFUSSPFAD! Ohne Worte, die Fotos beschreiben alles…

Barfußpfad Locarno/Cardada

 

Barfußpfad Locarno/Cardada

 

 

Barfußpfad Locarno/Cardada

 

 

 

 

Weiter hinauf geht es mit einer Sesselbahn zum Berggipfel Cimetta (1671m). Die Sesselbahn ist seitlich zum Hang ausgerichtet, d.h. auf der Hinfahrt schaut man zusammen nach rechts und nach links auf der Rückfahrt. Oben auf der Gipfelplattform ist in dem Boden des Zements ein geologischer Lehrpfad eingelassen.

Auf beiden Bergen gibt es Gaststätten.

weitere Infos: http://www.cardada.ch/de

 

Grabstätte zieht um – Stefan George

Urlaub – und was mache ich? Ich besuche Gräber…  während meine Familie die Frühlingssonne im Tessin mit Blick auf den Lago Maggiore genießt. Stefan George war mein Ziel in Minusio bei Locarno (Schweiz).

Ein wirklich kurzer Abriss zu Stefan George:  (*12.7.1868 in Büdesheim/bei Bingen am Rhein, +04.12.1933 in Muralto), deutscher Lyriker, ab 1892 Mittelpunkt des nach ihm benannten George-Kreises, dem u.a. Ludwig Klages, Karl Wolfskehl, Claus von Stauffenberg angehörten. Dieser Kreis versammelte gleichgesinnte Lyriker, die ganz eigene Vorstellungen bzgl. Philosophie, Ästhetik und Lebensreform hatten.

Ursprünglich erfolgte Georges Beisetzung auf dem alten Campo Santo in Minusio. Heute befindet sich dort ein Kinderspielplatz und ein Parkplatz unterhalb des Municipios (Via S. Gottardo 60).  Dieser alte Friedhof wurde 1982 aufgelassen und hatte somit  für einige Verstorbene eine Umbettung zur Folge. So auch Stefan George, der auf dem neuen Friedhof (Kreuzung Via Rinaldo Simen / Via Remorino) seine endgültige Ruhestätte fand.

Ulrich Raulff schreibt in seinem Buch: Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben (München 2009) u.a. ausführlich über die Beisetzung mit Trauergemeinde, Umstände der Umbettung, …  (vor allem S. 45, 511).  Raulff vermerkt, dass im Januar/Februar 1934 der Eichensarg gegen einen Kastaniensarg mit Bleiummantelung ausgetauscht wurde. Weiter waren für mich  drei Fotos interessant: a)  Krankenzimmer in der Clinica Sant ´Agnese in Muralto (um 1933), in dem George verstarb (S. 37), b) altes Grab mit Kranz Grab (S. 37) und nochmals eine andere Ansicht der alten Grabstätte (S. 16)  Bei der Grabstätte einst und jetzt handelt es sich um eine Granitplatte mit einfachem Namenszug und sieben Hochstammlorbeerbüschen in Kübeln.

Die Grabstätte ließ sich schwer fotografieren, da es sich um eine liegende Granitplatte handelt, die unmittelbar vor eine Mauer und einer Treppe mit Treppenlift positioniert ist. Zudem stellt sich ein breiter großer Grabstein in nächster Nähe vor dem Grab dem Fotografen in den Weg.

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Grab Stefan George in Minusio

Ort der Grabstätte: die Haupttreppe hinunter gehen bis zur vorletzten Treppe (mit Treppenlift) und sofort nach rechts schauen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_George   Hier ist die alte Grabstätte von 1977 zu sehen! 

Siehe weitere Wohnstätte Georges und Karl Wolfkehls:  http://epaper.lqj.ch/ee/teze/_main_/2009/03/13/013/article40.pdf

Brissago (CH)- Paper Artist Gerda Ritzmann

Eine Austellung über gefaltete Papierschlangen, die jeder schon einmal selbst gefaltet hat? Doch es sind nicht nur gefaltete Papiere, sondern auch Bücher, Eierschachteln und einiges mehr, zu betrachten. Die Papierkünsterlin Gerda Ritzmann setzt Ihre ungewöhnliche Ideen für Installationen oder Wandbilder teils farbenfroh und auf jeden Fall mit der Liebe fürs Detail um. Sie experimentiert mit verschiedenen Materialien aus Papier (u.a. Karton, Eierschachteln), Farben und Falttechniken. Simples wird in neue Zusammenhänge gesetzt und raffiniert in Szene gesetzt.

Zu besichtigen ist die Ausstellung  „Tutto Carta“ noch bis zum 29.4.2017 im Tessin (Schweiz) am Lago Maggiore in der Galleria Amici dell’Arte, via Leoncavallo 15, 6614 Brissago.  Ö-Zeiten: Dienstag-Freitag 15-17.30h Samstag 10-11.30h

Zur Künstlerin: http://www.gerilu.dihai.ch  mit Bildern ihrer Kunst

 

Interlaken (CH) – Bistro zwischen Bahnhof Ost und Schiffsanlegestelle

Interlaken in der Schweiz. Mein Aufenthalt am Bahnhof Ost betrug 1 Stunde – was tun? Die Stadt ist ein bisschen entfernt, da hätte ich Bahnhof West aussteigen müssen.

Der eine Ausgang führte mich auf den Bahnhofsvorplatz mit kleinem Supermarkt und Unmengen an asiatischen Touristen, da unmittelbar dort ein Juweliergeschäft für speziell diese Kundschaft liegt. Dieses Geschäft erinnerte mich stark an Heidelberg, wo es auch besagte Touristenshops gibt, die u.a T-Shirts mit Heidelberg Schriftzug und und Alphornbläsern verkaufen!!!! Man bedenke, dass Heidelberg im nördlichen Baden-Württemberg und am Neckar liegt.

 

Interlaken, Bistro Pistache

Interlaken, Bistro Pistache

Der andere Ausgang in Richtung Schiffsanlegestelle (Rundfahrten)  führte mich direkt (2 Minuten) zu einem Bistro, von dem ich gar nicht mehr weg wollte. Im „Häuschen“ zum Schiffsticketskauf befindet sich auf der Rückseite der  Hauptpunkt des Bistros (Selbstbedienung). Es ist wohl nur in der wärmeren Jahreszeit geöffnet, da es keinen Innenraum hat.

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Interlaken, Bahnhof Ost, Bistro Pistache

Man kann wählen zwischen klassischen Stühlen mit Tischen im überdachten Teil  und im offenen Bereich zwischen Liegestühlen und Strandkörben mit Kissen – super bequem. Man sitzt also, bei leckeren Kakao (mit Milch)  und Cookies (das war meine Wahl)   oder Eis, … zwischen Bahnhof und Wasser/Schiffsanlegeplatz. Es gibt auch einen kleinen Kinderspielplatz zum Bistro gehörend.

Ort: Interlaken (Schweiz), Lanzenen 5, http://www.pistache-bistro.ch

 

Stauseen in der Schweiz

Versunkene Täler – neue Landschaften: Geschichte(n) der Stauseen in der Schweiz

Die Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde freut sich, Ihnen die Aufschaltung ihrer neuen Webseite Versunkene Täler – neue Landschaften: Geschichte(n) der Stauseen in der Schweiz ankündigen zu können. Sie widmet sich der Sozial- und Kulturgeschichte der Stauseen in der Schweiz. Die Stauseen sind ein wesentlicher Bestandteil der schweizerischen Identität und wichtigste Energielieferanten des Landes. Sie sind auch der Stolz der Ingenieurtechnik und Zeugen des Anschlusses der Schweiz, Europas «Wasserturm», an die Moderne. Diese Bauten befinden sich allerdings nicht auf menschenleerem Gebiet; sie sind Gegenstand von Kontroversen und langer Verhandlungen unter verschiedensten Akteuren.

Die Besetzung und Transformation der Landschaft, die durch die energetische Nutzung des Territoriums entstehen, sind immer von unterschiedlichen sozialen Prozessen begleitet, die sowohl die Individuen, Dörfer, Täler, Institutionen, aber auch die Gesellschaft generell betreffen. Dr. des. Pierrine Saini wird Ihnen anhand zahlreicher audiovisueller Dokumente (Fotografien, Zeichnungen, Interviews, Filmen und Auszügen aus Radioarchiven) die Webseite vorstellen, die sie zu diesem Thema erarbeitet hat. Die Webseite bietet eine globale und vernetzte Annäherung wie auch einen zeitkritischen Blick auf die verschiedenartigen Prozesse zwischen Technologie, Natur und menschlicher Erfahrung.

Im Anschluss an die Präsentation findet ein Apéro statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind!

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Basel oder in Zürich begrüssen zu dürfen!

Mit herzlichen Grüssen,

Sabine Eggmann

Mittwoch, 24. Februar 2016, 18.15 h in Basel, Hörsaal des Pharmaziehistorischen Museums, Totengässlein 3, 4051 Basel

& Mittwoch, 2. März 2016, 18.30 h in Zürich, Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistrasse 71, 8006 Zürich, Hörsaal KOL-F-152.

Dr. Sabine Eggmann, Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde (SGV), Geschäftsleitung, Rheinsprung 9/11, CH-4051 Basel, Tel. (vormittags) ++ 41 61 267 13 37, email: Sabine.Eggmann@unibas.ch